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„Der Golfdoktor“ – Schwunganalyse und Tipps per E-Mail

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27. Sep 2016
Mit Hilfe eingezeichneter Linien erklärt der "Golfdoktor" per E-Mail, besser gemacht werden soll. (Foto: Getty)
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Philipp Wenzel gibt Schwungtipps per E-Mail. Alles was er dafür benötigt sind zwei Videos und einige persönliche Angaben. Kann das funktionieren?

Für Profis ist es selbstverständlich, ihrem Trainer per E-Mail, WhattsApp oder auf anderem Wege Schwungvideos zu schicken, um sich Tipps abzuholen, sollte der Coach bei einem Turnier mal nicht dabei sein. Doch Amateure sind auf sich gestellt, wenn es auswärts mal nicht so läuft wie gewünscht. Bis jetzt. Denn seit August 2016 gibt es den „Golfdoktor“, der genau diese Lücke schließen will.

„Nein“, sagt „Der Golfdoktor“ Philipp Wenzel, „die Profis waren nicht das Vorbild. Ich habe recherchiert und zum Thema Schwunganalyse per E-Mail keinen Anbieter gefunden.“ Und da bei dem 33-jährigen PGA Teaching Professional eine berufliche Veränderung anstand, er sich aber nicht gänzlich von seiner Leidenschaft trennen wollte, hat er die Sache mit der online-Beratung selbst in die Hand genommen. „Ich wollte meinen Kundenstamm gern weiterhin betreuen und sogar vergrößern, auch wenn meine Zeit nun knapper ist.“


Der Golfdoktor ist „eine Ergänzung, keine Konkurrenz“

Als Medizinstudent im fünften Semester bleibt Wenzel keine Zeit mehr für persönliches Coaching auf der Range oder dem Platz. Seine neue Art des Golftrainings, das ist dem Franken bewusst, kann die alte nicht ersetzen: „Eine private Trainerstunde ist und bleibt die Nummer eins. Aber wenn Leute eine schnelle Erklärung haben wollen oder Bilder, ist das E-Mailcoaching hilfreich.“ Und „wenn die Kundschaft später wieder einmal in der Krise steckt“, könne sie jederzeit auf das Material zurückgreifen.

Die Schwierigkeiten des Coachings ohne persönlichen Kontakt will der „Golfdoktor“, der sich „nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung“ zum gemeinsamen Training sieht, dabei gar nicht verschweigen: „Man kann den Spieler nicht führen. Es gibt ja auch Lerntypen, die einen Widerstand brauchen.“ Zwar ist Wenzel jeder Zeit per Mail für seine Kunden erreichbar, „aber Nachfragen können die Schüler nicht direkt stellen.“ Für wen eignet sich denn dann das Angebot des „Golfdoktors“? „Die Videoanalyse bringt im Prinzip jedem etwas“, sagt Wenzel, schränkt aber ein: „Außer Leuten, die noch nie gegolft haben. Aber sobald der Schwung halbwegs stabil ist, ist die Videoanalyse sinnvoll. Mit meinen Tipps und Formulierungen in der E-Mail-Hilfe, richte ich mich nach der Spielstärke des Golfers.“

So funktioniert das Coaching per E-Mail

Ein Teil des Fragebogens. (Foto: Screenshot golf-doktor.de)

Ein Teil des Fragebogens. (Foto: Screenshot golf-doktor.de)

Einfacher hätte „Der Golfdoktor“ seine Angebot kaum gestalten können. Alles was sie brauchen, ist Ihr Smartphone, mit dem Sie zwei Videos aufnehmen. Diese schicken Sie über das Kontaktformular per E-Mail an Phillip Wenzel. Danach müssen Sie nur noch einige Fragen zu Ihrer Person beantworten und nach ein bis zwei Tagen erhalten Sie Antworten.

Die Schritte im Einzelnen:

  • Filmen Sie Ihren Schwung von vorn.
  • Filmen Sie Ihren Schwung von der Seite.
  • Schicken Sie die Videos per E-Mail an den „Golfdoktor“.
  • Füllen Sie das Kontaktformular aus und senden Sie es ab
  • Eine einmalige Schwunganalyse kostet 15 Euro, zudem bietet Phillip Wenzel Monatspakete an.

 

Das Fazit der Redaktion nach dem Selbstversuch

Mit Bildern verdeutlicht der "Golfdoktor" seine Ratschläge.

Mit Bildern verdeutlicht der „Golfdoktor“ seine Ratschläge.

Die Schwungaufnahmen von vorne (frontal) und von der Seite waren schnell gemacht und die Videos mussten nur per Mail an den Coach versendet werden. Nach zwei Tagen kam auch direkt ein überaus umfangreiches und überraschenderweise sehr ausführliches Feedback zurück. Neben allgemeinen Anmerkungen und Ratschlägen wurden die Aufnahmen in mehrere Fotos aufgespalten und „auseinandergenommen“. Mit Hilfe eingezeichneter Linien entlang der Schultern, des Schlägers, der Beine und der Schwungbahn wurden Fehler offensichtlich und erkennbar. Jedes einzelne Bild verdeutlichte somit Unzulänglichkeiten im Schwung.

Die reine Fehlererkennung stand aber natürlich nicht im Fokus. Daher lieferte der Coach zu jedem Bild auch 2-3 Tipps mit, die zur Fehlerbehebung beitragen sollten. Rückblickend konnte der Coach aus nur zwei Aufnahmen sehr viel herausholen und hilfreiche Tipps geben, die das Spiel in nur wenigen Minuten nach vorne bringen können. Nachdem ich die Korrekturhinweise bei mehreren Runden und Turnieren bewusst umsetzte, verbesserte sich mein Spiel gegenüber den letzten zwei Monaten merklich.

Unser Urteil: Ausprobieren!


(Proband beim Test war Robin Bulitz)

Tobias Hennig

Tobias Hennig - Redakteur

Tobias kam im Sommer 2014, während seines Studiums der Germanistik und Politik, als Werkstudent zu Golf Post. Zunächst machte er sich nur die Theorie des Golfsports zu eigen, nun versucht der vielseitig sportbegeisterte Wahl-Kölner, zum teaminternen Handicap-Durchschnitt aufzuschließen. Seit April 2016 erheitern der Redakteur und seine Hündin Mali die Kollegen täglich.
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