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Cleveland RTX-3: Fünf Tester haben die Wedges zum Glühen gebracht

Mehr als vier Wochen lang haben fünf Golf Post Tester die verschiedenen Versionen der RTX-3 Wedges von Cleveland getestet und nun einen Abschlussbericht verfasst.

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17. Jul 2017
Die Cleveland Wedges wurden von den sechs Golf Post Testern auf Herz und Nieren getestet. (Foto: Golf Post)

Sie hatten die Wahl zwischen dem klassischen Satin Finish, dem Black Finish oder der RAW-Variante und jede Version kam tatsächlich auch zum Einsatz. Die fünf Golf Post Produkttester ließen dabei nichts anbrennen und brachten die Cleveland Wedges über mehr als vier Wochen auf den Plätzen dieser Republik zum Glühen. Aus Bunkern, dem Rough und allen erdenklichen Lagen wurden die Wedges getestet. Das Ergebnis und die Meinungen der Tester gibt es nun im großen Abschlussbericht.

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"Es macht einfach Laune die Wedges zu spielen"

Inga Kannengießer, Burg Overbach (Hcp -16,6): Für den Produkttest der RTX-3 Wedges habe ich mir das 52° und das 56° Wedge mit RAW-Finish und Damen-Flex-Schaft ausgesucht. Ich war sehr begeistert, als ich die Schläger das erste mal in der Hand hatte, das Raw-Finish hat einen tollen Bronzeton, der Damenschaft hat zudem eine schöne Karo-Applikation am oberen Teil des Schafts. Rein optisch macht das Wedge schon einen hervorragenden Eindruck. Jetzt muss es sich nur noch in der Praxis beweisen.

Im Bunker wurde die RTX-3 Wedges von Cleveland natürlich auch getestet. (Foto: Inga Kannengießer)

Im Bunker wurde die RTX-3 Wedges von Cleveland natürlich auch getestet. (Foto: Inga Kannengießer)

Ich spiele normalerweise keine Blades, daher war ich gespannt, ob ich mit den Wedges klar komme.
Nach dem ersten Test auf der Range war klar, ich komme sehr gut mit den Blades zurecht. Die Wedges geben eine angenehme Rückmeldung beim Pitch, ich spiele den Pitch mit dem RTX-3 56° Wedge auch deutlich höher als mit meinem bisherigen Sandwedge, ich muss allerdings auch ein bisschen mehr „Power“ mitgeben um meine gewohnte Weite zu schaffen. Das 52° Wedge füllt daher nicht ganz die Lücke zu meinem Pitchingwedge, wie ich es erhofft hatte, dennoch ist es eine gute Ergänzung für mein kurzes Spiel.

Auf der Runde konnte ich dann die Wedges aus verschiedenen Spielsituationen testen. Mit den Blades kommt man sehr gut unter den Ball, was das Chippen und Pitchen aus tiefen Rough deutlich einfacher macht. Lange Pitches sind selbst bei meinem Handicap sehr gut zu kontrollieren, auch bei Pitches mit geöffneter Schlagfläche hatte ich bisher noch keinen Ausreißer, hier musste ich nur aufpassen doch nicht zu kurz zu werden. Die Bälle nehmen den Spin sehr gut an, so dass die Bälle sehr hoch fliegen und schnell zum Liegen kommen. Ich freue mich inzwischen auf jeden Chip oder Pitch den ich mit den RTX-3 machen kann. Es macht einfach Laune die Wedges zu spielen.

Perfekt in Szene gesetzt - Die RTX-3 Wedges von Cleveland. (Foto: Inga Kannengießer)

Perfekt in Szene gesetzt - Die RTX-3 Wedges von Cleveland. (Foto: Inga Kannengießer)

Bei Schlägen aus dem Bunker kam ich auch sehr gut zurecht, der Schläger geht gut durch den Sand, einzig das Raw-Finish hat durch den Schmirgeleffekt im Sand gelitten. Hier geht die zu Anfang noch dunkle Bronzefarbe in einen Silberton über, das hat mich im ersten Moment etwas irritiert. Nach allerdings 2-3 Tagen dunkelt das Silber wieder in einen leichten Bronzeton ab. Der Ausgangsfarbton kommt so nicht 100%ig wieder, aber der Schlägerkopf nimmt nach und nach einen leichten Rostton an, wie von Cleveland auch angekündigt, rostet das Raw-Finish über die Zeit.

Ich bin echt gespannt, wie das Wedge in ein paar Monaten aussieht. Es ist immer faszinierend, wenn man die Wedges nach ein paar Tagen wieder aus dem Bag nimmt und sieht welche Farbe sie angenommen haben. Alles in allem bin ich sehr begeistert von den Wedges, mein kurzes Spiel ist jetzt deutlich präziser geworden. So macht das kurze Spiel richtig Spaß.

Die Cleveland RTX-3 Wedges als "Gamechanger"

Vollen Einsatz zeigt Hannes während seinem Cleveland Wedge-Test. (Foto: Hannes Helbling)

Vollen Einsatz zeigt Hannes während seinem Cleveland Wedge-Test. (Foto: Hannes Helbling)

Hannes Helbling, GC Europapark Breisgau (Hcp -6,2): In der jungen Phase der Saison durfte ich die Wedges der Serie RTX-3 von Cleveland testen. Die Bestellung und Lieferung war unkompliziert. Neben den Lofts konnte ich mir auch das gewünschte Finish aussuchen. Hier fiel meine Wahl auf das klassische Satin-Finish. Wenige Tage nach der Bestellung kam das Paket.

Die RTX-3 Wedges kommen in einem sehr schlichten, jedoch absolut ansprechenden Look. Vom Hersteller wurden die Wedges als „Gamechanger“vorgestellt. Meinem Empfinden hat Cleveland hier Wort gehalten. Im Vergleich zu den Mizuno T-5, welche ich zuvor im Bag hatte, kamen mir die RTX-3 deutlich schwerer vor. Nachdem sich die anfängliche Irritation gelegt hatte, stellte sich durch das zusätzliche Gewicht ein konkretes Gefühl der Kontrolle ein.

Speziell das Bunkerspiel verbesserte sich in den wenigen Wochen deutlich. Besonders gespannt war ich auf die Performance der Wedges bei Schlägen von weniger als 50 meter ins Grün. Vom Hersteller wird viel Spin versprochen. Auch hier konnten die RTX-3 absolut überzeugen.

Obwohl ich eher eine flache Schwungbahn habe konnte ich den Ball regelmäßig unmittelbar nach oder neben der Pitchmarke finden. Bezüglich "Offcenter-Treffern" muss ich dem Hersteller jedoch widersprechen. Hier wird mit großer Fehlerverzeihung geworben, dies kann ich nicht bestätigen. Trotz allem spreche ich für die RTX-3 Wedges von Cleveland eine absolute Kaufempfehlung aus. Die Wedges überzeugen neben ihrem Look in erster Linie durch fabelhaften Spin und Gefühl.

Besonders die Range musste während Hannes' Testphase einiges aushalten. (Foto: Hannes Helbling)

Besonders die Range musste während Hannes' Testphase einiges aushalten. (Foto: Hannes Helbling)

"Ich kann die Cleveland RTX-3 wirklich jedem ans Herz legen"

Marc Kröger, Golfclub Schloss Lüdersburg (Hcp -48): Als die Nachricht kam, dass ich die Cleveland RTX-3 Wedges testen darf und mir zwei Schläger aussuchen durfte, war ich erst etwas überfordert. Ich war mir zwar relativ schnell sicher, dass ich ein Gap Wedge und ein Lob Wedge testen möchte, tat mich jedoch etwas schwerer mit dem Bounce. Nach langen Überlegungen wurde es dann ein 52° Gap Wedge mit Standard Bounce und ein 60° Lob Wedge mit wenig Bounce. Bei dem Lob Wedge hatte ich wirklich etwas Sorge, dass es mir sehr viele Schwierigkeiten bereiten könnte mit dem wenigen Bounce, aber ich wollte auch eine kleine Herausforderung.

Das Black-Finish der Cleveland RTX-3 Wedges kam bei Marc zum Einsatz. (Foto: Marc Kröger)

Das Black-Finish der Cleveland RTX-3 Wedges kam bei Marc zum Einsatz. (Foto: Marc Kröger)

Beim Design habe ich mich für das Black Satin Design entschieden. War tatsächlich auch keine einfache Entscheidung, aber zu dem Zeitpunkt gefiel mir diese Variante am besten. Hat sich dann auch bestätigt, als die Schläger kamen, denn optisch sind sie wirklich ein Hingucker in jedem Bag. Als ich dann das erste Mal mit den Wedges auf der Driving Range stand, habe ich schnell gemerkt, dass meine Sorge nicht komplett umsonst gewesen ist, sich die Schläger aber deutlich besser anfühlten als ich dachte. Beide Wedges spielen sich super soft und geben eine gute Rückmeldung im Treffmoment. Ich war also sehr schnell überzeugt und sicher, dass die Wedges einen festen Platz in meinem Bag bekommen würden.

Für ein Lob und ein Gap Wedge entschied sich Marc im Test. (Foto: Marc Kröger)

Für ein Lob und ein Gap Wedge entschied sich Marc im Test. (Foto: Marc Kröger)

Auch die weiteren Trainingseinheiten sollten den Eindruck nicht trüben. Mit der Zeit kam ich immer besser mit den Wedges klar und erstaunlicherweise sogar mit dem Lob Wedge ein wenig besser als mit dem Gap Wedge. Im ersten Turnier in dem ich die Schläger dabei hatte, hat mir das Lob Wedge sogar den ein oder anderen Schlag gerettet. Bei einem guten Treffmoment ist die Präzision der RTX-3 Serie wirklich erstaunlich!

Ich habe in den sechs Wochen viel mit den Schlägern gearbeitet und nutze sie aktuell vor allem in kritischen Situation rund um das Grün. Sowohl das Lob Wedge für kurze, hohe Schläge, als auch das Gap Wedge für flachere Annäherungen sind momentan nicht mehr aus meinem Spiel weg zu denken. Ich kann die Cleveland RTX-3 wirklich jedem ans Herz legen, der sein kurzes Spiel weiter präzisieren möchte.

"Ich werde meine alten Wedges in den wohlverdienten Ruhestand schicken"

Nicole Fuchs, GC Waldbrunnen (Hcp -11,5): Ausgesucht habe ich mir als Finish „Black Satin“. Die Entscheidung war schnell gefallen, da es sehr nobel aussieht. Etwas schwieriger war es da schon, mich beim Loft und Bounce festzulegen. Sollte es doch gut zu meinem individuellen Spiel passen um auch ein realistisches Testergebnis zu erzielen. Daher habe ich meinen Pro um seine professionelle Meinung gebeten. Letztendlich gab es dann also eine Sand Wedge 56.11 MG ergänzt mit einem Lob Wedge mit 60.09 MG.

Die Cleveland Wedges kommen bei Nicole super an. (Foto: Nicole Fuchs)

Die Cleveland Wedges kommen bei Nicole super an. (Foto: Nicole Fuchs)

Ich „war“ nicht unbedingt für solides Bunkerspiel bekannt. Dies hat sich dank der Neuzugänge in meinem Bag erheblich verbessert. Glücklicherweise stand direkt nach Ankunft der Wedges beim Mannschaftstraining einmal Pitchen und Bunker auf dem Plan und so konnte ich mich direkt optimal und mit professioneller Anleitung an die Erprobung der Schläger machen. Selbst bei schwierigen Bunkerlagen bekomme ich die kleinen weißen Kugeln so gut an die Fahne, dass oft nur noch ein Putt notwendig ist.

Die Umstellung auf die RTX-3 hat mir deutlich gezeigt, dass man zum einen die Wedges individuell auf sein Spiel anpassen sollte (auch als Amateur) und zum anderen auch die beste Wedges irgendwann einfach zum alten Eisen gehören. Ich habe die Schläger mit Stahlschaft gewählt. Damit haben die Bälle eine schöne hohe Flugkurve, kommen gut von oben rein und bleiben solide auf dem Grün. Im Testverlauf habe ich nach kurzem Zögern meine beiden „alten“ Wedges schon vor dem ersten Ligaspiel aus dem Bag verbannt und mich voll auf die RTX-3 verlassen.

Im Black-Satin-Finish hatte sich Nicole die Cleveland Wedges für den Test erwählt. (Foto: Nicole Fuchs)

Im Black-Satin-Finish hatte sich Nicole die Cleveland Wedges für den Test erwählt. (Foto: Nicole Fuchs)

Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Mein kurzes Spiel (insbesondere im Bunker) hat sich verbessert und stabilisiert. Einziger Wehmutstropfen –das Finish „Black Satin“ ist leider nicht mehr so makellos. Ich hatte mir erhofft, dass die Wedges noch länger wie „neu“ aussehen. Vielleicht ist Tour Satin doch etwas unempfindlicher? Ich werde auf jeden Fall auch eine entsprechendes Gap Wedge testen und meine alten Wedges in den wohlverdienten Ruhestand schicken.

"War das etwa Backspin?"

Andreas Rotte, Kölner Golfclub (Hcp -11,4): Ich hatte das große Glück, für Cleveland Golf Europe und die GolfPost zwei Cleveland RTX-3 Wedges testen zu dürfen. Ich habe mich für den Test für ein 52° und ein 58° Wedge in der RAW-Variante entschieden.

Die RAW-Variante der RTX-3 Wedges von Cleveland hatte sich Andreas für den Test erwählt. (Foto: Andreas Rotte)

Die RAW-Variante der RTX-3 Wedges von Cleveland hatte sich Andreas für den Test erwählt. (Foto: Andreas Rotte)

Als die beiden neuen Cleveland RTX-3 Wedges per Post bei mir Zuhause ankamen fielen mir auf Anhieb drei Dinge auf. Erstens: Wir haben einen neuen Postboten. Zweitens: Die Wedges liegen echt gut und in der Hand, da sich der Kopf angenehm schwer und dadurch stabil anfühlt. Stabiler als mein Wohnzimmertisch allemal… aber das ist eine andere Geschichte. Drittens: Mit den Schlagflächen könnte ich meine Gartenmöbel abschleifen! Die haben echt guten Grip! Aber da meine Gartenmöbel aus Plastik sind und ich sowieso lieber auf den Golfplatz möchte, bin ich mit den Babys auf die Range gegangen.

Mein erster Eindruck bestätigte sich sofort: Wir hatten wirklich einen neuen Paketboten! Und die Wedges gehen super durch den Ball. Ich mag es ja, wenn der Ball möglichst weich vom Blatt geht. Und das Gefühl geben mir die Wedges auf alle Fälle. Durch die gute Gewichtsverteilung im Schlägerkopf, hat man das Gefühl stabiler zu schlagen. Und zum Thema Grip müsst ihr euch nur mal ansehen, wie die Wedges die Rangebälle “abgehobelt” haben!

Butterweich und endlich so etwas wie Spin konnte Andreas bei den Cleveland Wedges beobachten. (Foto: Andreas Rotte)

Butterweich und endlich so etwas wie Spin konnte Andreas bei den Cleveland Wedges beobachten. (Foto: Andreas Rotte)

Gut, also Rangebälle schmirgeln funktioniert schonmal ziemlich prima. Wie sieht es denn mit richtigen Golfbällen aus? Normalerweise spiele ich Nike PD Soft Bälle. Wie gesagt, ich mag das weiche Ballgefühl und ich finde auch als Mann kann man sich als Softie mit Gefühl auf dem Platz behaupten. Also ab mit meinen Bällen auf das Chipping- und Pitching-Grün. Die Bälle hatten tatsächlich sowas wie Spin! Also nicht wie üblich Topspin.. sondern ansatzweise Backspin! Mit den RAW-Wedges von Cleveland haben meine Nike PD Softs fast immer deutlich verzögert, als sie das Grün trafen. Aber das war mir nicht genug. Ich wollte wissen, was da noch so geht. Also stilecht die Srixon Z-Star 2017 bestellt.

Ich könnte jetzt auf die Details zum Spin und zum irre weichen Spielgefühl eingehen… oder aber ich beschreibe euch einfach die Reaktionen der anderen Golfer auf dem Pitching-Grün. “Vorsicht.. der Topspin-Typ ist im Anmarsch”... gefolgt von “Nanu.. was ist denn da passiert??”, “War das etwa Backspin?”, “Ist das der selbe Typ von neulich?”. Kurz zusammengefasst: Ich finde die Kombi aus Cleveland RTX-3 Raw und Srixon Z-Star 2017 richtig gut! Mir machen die Wedges viel Spaß und geben mir auf dem Platz ein sicheres Gefühl bei Pitches und Chips. Also falls ihr mal die Gelegenheit habt, die Cleveland RTX-3 zu spielen, tut es!

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Robin Bulitz

Robin Bulitz - Redakteur bei Golf Post

Robin ist im Alter von 22 Jahren aktiv zum Golfsport gekommen und seitdem Feuer und Flamme. Durch seine sportlichen Erfahrungen im Handball und Tennis konnte er sich schnell mit der kleinen, weißen Kugel arrangieren und hat das Single-Handicap inzwischen sicher auf dem Blatt. Ab Februar 2016 zunächst als Werkstudent, mischt Robin seit August im Tagesgeschäft mit und testet besonders das umfangreiche Equipment auf Herz und Nieren.

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