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Tragischer Zwischenfall: Caddie stirbt bei Dubai Ladies Masters

Der österreichische Caddie von Anne-Lise Caudal kollabiert beim Saisonfinale auf dem Platz und verstirbt wenig später. Die Golfwelt nimmt großen Anteil.

Caddie Max Zechmann Tod bei Dubai Ladies Masters 2016
Der österreichische Caddie Max Zechmann ist Tod. Er kollabierte während der Auftaktrunde in Dubai und starb wenig später im Krankenhaus. (Foto: Getty)

Der Auftakt des Dubai Ladies Masters ist vom Tod eines Caddies überschattet worden. Max Zechmann, der die 32-jährige Französin Anne-Lise Caudal auf ihrer Runde begleitete, brach auf dem 13. Fairway wegen eines Herzinfarktes zusammen, wurde unmittelbar von Sanitätern behandelt und ins Krankenhaus gebracht, konnte bei allem Einsatz jedoch nicht gerettet werden.

Marcel Siems erster Sieg gemeinsam mit Zechmann

Max Zechmann war ein erfahrener Taschenträger und Partner vieler Spieler und Spielerinnen auf den großen Golftouren. Der Österreicher hatte unter anderem mit Marcel Siem bei der Dunhill Championship 2004 in Johannesburg gemeinsam dessen ersten Sieg auf der European Tour feiern können. Noch im Januar dieses Jahres hatte er für den Deutschen die Tasche getragen, wieder bei einem Turnier in Südafrika. Auch an der Seite seines persönlichen Landsmannes Marcus Brier war Zechmann lange erfolgreich.

Runde abgebrochen, LET "schockiert und betrübt"

Die Französin Caudal war nach dem tragischen Zwischenfall beim Dubai Ladies Masters in der Auftaktrunde zunächst vom Turnierdirektor getröstet worden, die erste Runde wurde ob der Ereignisse anschließend abgebrochen und das Turnier auf 54 Löcher verkürzt. Anders war noch 2014 nach dem Tod eines Caddies auf dem Platz bei einem European-Tour-Event auf Madeira verfahren worden. Damals hatten die Verantwortlichen angeordnet, dass weitergespielt werden sollte und waren damit auf harsche Kritik gestoßen.

Der Geschäftsführer der Ladies European Tour, Ivan Khodabakhsh, sagte, jeder bei der Ladies European Tour sei "extrem schockiert und betrübt von diesem plötzlichen Tod und deshalb haben wir die Entscheidung getroffen, die erste Runde als Zeichen des Respekts zu unterbrechen. Im Namen unserer Mitglieder sprechen wir seiner Familie und seinen Lieben unser herzliches Beileid aus."



Florian Fritsch und Bernd Wiesberger bekunden Beileid

Im Internet häufen sich derweil Trauer- und Beileidsbekundungen für den verstorbenen Caddie. So sprach zum Beispiel Florian Fritsch der Familie sein Beileid aus und bezeichnete Zechmann als "langjährigen und treuen Weggefährten".

Auch Zechmanns Landsmann Bernd Wiesberger betrauert den plötzlichen Tod und bezeichnete den "Bag-Man" als "wichtigen Teil des österreichischen Golfsports".

Stars trauern bei Twitter

Carly Booth, die in einem Flight mit Caudal unterwegs war, bezeichnete die Erfahrung als "entsetzlich" und schrieb weiter, ihre Gedanken und Gebete seien bei Familie und Freunden des Verstorbenen.



Auch Social-Media-Sternchen Paige Spiranac, die in Dubai am Start ist, zeigte sich erschüttert. "Ich bete für Familie und Freunde des Caddies", schrieb sie. "Das zeigt einem, dass es im Leben um so viel mehr geht, als eine gute oder schlechte Runde." Der frisch ernannte Ryder-Cup-Kapitän Thomas Björn schrieb ebenfalls von "furchtbaren Nachrichten aus Dubai". Seine Gedanken seien bei Zechmanns Lieben und allen Beteiligten.

Zweiter Caddie-Tod innerhalb einer Woche

Erst in der vergangenen Wochen war bei der Alfred Dunhill Championship in Südafrika der Caddie Pedro Ramseyer nach einem Herzinfarkt in seinem Hotelbett tot aufgefunden worden. Der Argentinier, einst Caddie von Seve Ballesteros, hatte bei dem European-Tour-Event die Tasche des Spaniers Carlos Pigem getragen, der trotz des tragischen Ereignisses den geteilten vierten Platz belegt hatte.

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