Bubba Watson, US Masters Sieger 2012, hat den pinken Driver immer dabei – Er wird auch beim Ryder Cup 2014 damit abschlagen.

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PGA Championship - Round Three
Geburtstag: 05.11.1978
Geburtsort: Bagdad, Florida, USA
Land: USA
Schwung: L
Pro seit: 2003
Größe: 1,91 M
Weltranglistenposition: 4
Preisgeld: ET: 7.751.072€, PGA: $27.894.070
Letztes Turnier: WGC Cadillac Championship
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Den pinke Driver immer dabei – Bubba Watson wird auch beim Ryder Cup 2014 damit abschlagen. (Foto: AFP)

Gerry Lester „Bubba“ Watson Jr., geboren in Bagdad, Florida, war schon immer irgendwie anders. Passend sagte seine Freundin einst über ihn: „Bubba ist eben Bubba.“ Gemeint hat sie damit wohl die alternative Einzigartigkeit des 1.91 Meter-Hünen. Seine ersten Golf-Erfahrungen waren nämlich alles andere als normal: Als Kind schlug Watson mit einem Wedge des Vaters ausrangierte Bälle über das Haus und brachte sich so das Golfspielen selbst bei. Sein späterer Erfolg war also kein Zufall, sondern basiert auf harter eigenständiger Arbeit. Watson trainierte als Kind immer nur für sich alleine. Der heute 33-Jährige ist wohl der einzige Profispieler, der noch nie eine Trainerstunde hatte.

Nie den geraden Weg

Die Geschichte des Bubba Watson wird noch kurioser: Im College trug Bubba auf dem Golfplatz pinke Kniestrümpfe zu kurzen Hosen. Auf der Profi-Tour war dies natürlich nicht erlaubt. Dort benutzt der „Rebell“ einen pinken Driver mit pinken Schafft und einem Loft von 7,5 Grad. Damit schlägt er weiter als alle anderen, um die dreihundert Meter und mehr. Natürlich ist gerade dieses Merkmal eine seiner größten Stärken. Er hat einfach die Länge, die andere Golfspieler nicht haben. Andererseits kann dieser Umstand auch zum Nachteil werden. Gerade auf engen Spielbahnen mit Fairways die von Bunkern überseht sind. In Gleneagles wird Bubba definitiv nicht nur draufhauen können.

Die dritte Teilnahme soll den ersten Titel bringen

2010 und 2012 gescheitert, kehrt Bubba Watson voll motiviert zum Ryder Cup zurück, um die Trophäe endlich wieder über den großen Teich in die USA zu bringen. Seine bisherige Ryder-Cup-Statistik ist 5-5-1. Es kann also von einer ausgeglichenen Statistik gesprochen werden. Egal mit welchem Spieler des US-Teams Bubba gemeinsam auf die Runde geschickt wird, es kann definitiv von einem großen Kampf ausgegangen werden.

Diszipliniert und erfolgreich

„Longhitting“ Watson, wie der 33-Jährige gerne von amerikanischen Medien genannt wird, tritt seit 2006 auf der PGA-Tour an. Von 2003 bis 2005 spielte er auf der zweitklassigen Nationwide Tour, ehe er sich für höhere Aufgaben empfahl. Seitdem geht es mit der Karriere des Weltranglistenachten steil bergauf. Bei der US Open 2007 belegte Watson den geteilten 5. Platz und im Juni 2010 gewann der Linkshänder mit der Travelers Championship sein erstes PGA-Turnier. Als Belohnung durfte Watson 2010 am Ryder Cup teilnehmen. Dort erzielte er für das Team America einen Punkt. Mit der Farmers Insurance Open in New Orleans folgte 2011 sein zweiter Turniersieg auf der PGA-Tour.

Bubba Watson ist von seinem ersten Sieg in Augusta überwältigt und freut sich mit seiner Mutter Molly. (Foto: Getty)

Das grüne Jackett als Bestätigung

Seine zwei größten Erfolge feierte Bubba Watson mit seinen Siegen bei den Masters in Augusta (2012; 2014).  Seinen ersten Sieg konnte er nur knapp im Stechen gegen den Südafrikaner Louis Oosthuizen feiern. So emotional und tränenreich hat man Watson selten erlebt. Sein Sieg 2014 war etwas überzeugender: Er gewann mit drei Schlägen Vorsprung vor dem Schweden Jonas Blixt. Auch beim Ryder Cup 2014 ist Bubba Watson wieder dabei. Der Team America-Captain Tom Watson kann auf die Dienste des einzigartigen Longhitters nur schwer verzichten. Dabei glänzt Watson auch zunehmend im kurzen Spiel. Hier muss der Linkshänder natürlich auch wieder anders sein: Bubba Watson hat seit Beginn seiner Karriere noch nie seinen Putter gewechselt – einzigartig. Wie würde seine Freundin passend sagen? Bubba ist eben Bubba.

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