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Bubba und der vorlaute Fan: „Deshalb bist Du da draußen“

29. Jun 2015
Bubba Watson, der Selbstsichere: Mit der Travelers Championship 2015 hat sich Watson schon den zweiten Sieg in 2015 erarbeitet. (Foto: Getty)
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Bubba Watsons unverblümte Antwort auf einen Fan, das schwierige Erbe von Cheyenne Woods sowie ein explover Golfteich. Die Back Nine.

Schon eine spezielle Type, dieser Bubba Watson: Man muss kein bedingungsloser Fan des Profis aus Bagdad/Florida sein, um anzuerkennen, dass derartige Charaktere den Golfsport lebendig und bunt gestalten. Gemäß seiner Devise „Warum soll ich es machen wie alle anderen, das ist doch langweilig“ hat Watson am Sonntag auf dem Weg zum Sieg bei der Travelers Championship erneut ein Beispiel für seine Individualität abgeliefert.

Nach einem verzogenen Abschlag fand sich der zweifache Masters-Champion auf dem zweiten Fairway mit einem mächtigen Baum zwischen Ball im Rough und dem gut 90 Meter entfernten Grün wieder. „Punch ein Viereisen unten durch“, tönte es plötzlich aus dem Publikum. Doch Watson packte stattdessen sein Wedge aus und „lobbte“ den Ball über den Baum und zum 1,2-Meter-Birdie-Putt an die Fahne. Zwischendrin bekam auch der vorlaute Fan noch die passende Bubba-Antwort: „Deswegen bist Du da draußen außerhalb der Absperrungen!“


„Thanks Ivor“!

Schöne Geste: Er ist quasi die Stimme der European Tour. Seit gut 40 Jahren steht Ivor Robson strengst diszipliniert unter einem Sonnenschirm am ersten Abschlag und verkündet mit unverwechselbarem Sing-Sang und spezieller Modulation in der Stimme die Namen der jeweils auf die Runde gehenden Spieler: „On the Tee from …“ Es wird allgemein vermutet, dass der Schotte, der sein Alter nicht nennen mag, nach dieser Saison und seiner 41. Open Championship, zumal im „Home of Golf“ St. Andrews, in den Ruhestand geht. Bei der BMW International Open in München haben sie Robson jedenfalls eine besondere Botschaft übermittelt: Auf dem regulären Herren-Abschlag vor dem Turnier-Abschlag war in riesigen Lettern ausgemäht: „Thanks Ivor“! Dem schließen wir uns an.

Unterbrochener Flug

Zwischenlandung: Auf dem Weg zur BMW International Open mussten die drei schottischen Pros Scott Jamieson, David Drysdale und Craig Lee bei ihrem „Easy-Jet“-Flug von Edinburgh nach München einen außerplanmäßigen Stopp einlegen. Einer der Passagiere war plötzlich krank geworden und die ebenfalls an Bord weilende European-Tour-Ärztin Dr. Anne Dunbar leistete erste Hilfe, bevor der Flieger im englischen East Midland zwischenlandete, wo ein Krankenwagen auf den Patienten wartete. Das Golf-Quartett erreichte München mit 90-minütiger Verspätung.

Cheyenne Woods ist die Vergleiche leid

„Ich bin mehr als Tigers Nichte“: Auf dem Portal „The Player‘s Tribune“, einer Art öffentlichem Poesie-Album für Spitzensportler, hat Cheyenne Woods sich zu den ständigen Vergleichen mit dem „Über-Onkel“ geäußert. Gerade zu Beginn ihrer Profi-Laufbahn habe sie sich wegen ihres Nachnamens eher als Show-Element gefühlt, schrieb die 24-Jährige. Sie sei stolz, einen solchen Onkel zu haben, aber das definiere sie weder als Golferin, noch als Mensch: „Ja, mein Nachname ist Woods. Aber nennen sie mich bitte Cheyenne!“

Jordan Spieth macht mal Pause

Verdiente Auszeit: Nach acht Turnieren in elf Wochen inkl. Masters- und US-Open-Triumph gönnt sich Amerikas neuer „Golden Boy“ Jordan Spieth ein paar entspannte Tage und urlaubt mit Herzdame Annie Verret (2. v. r.) auf den Bahamas. Derweil wird munter spekuliert, ob der (noch) 21-Jährige heuer den ersten Grand Slam der Golf-Neuzeit schafft. „ESPN“ gibt Spieth gerade mal eine einprozentige Chance. Am nächsten dran am Grand Slam war Ben Hogan 1953, als er Masters und beide Opens gewann, aber die PGA Championship wegen überlappender Termine nicht spielen konnte.

#Bahamas

Ein von Jordan Spieth (@jordanspieth) gepostetes Foto am

Methan lässt Teich „explodieren“

Höllisches Wasserhindernis: An Loch 11 des Indian Hills Golf Clubs von Lambton Shores in der kanadischen Provinz Ontario hat das Wasserhindernis eine besondere Abschreckung bekommen, seitdem am Grund des Teichs offenbar Methangas austritt und für ein besonderes Naturschauspiel sorgt. Der Platz wurde vorsorglich geschlossen.

R&A öffnet das Portemonnaie

In Schottland lassen sie sich nicht lumpen: Der R&A als Veranstalter der Open Championship hat das Gesamtpreisgeld für das dritte Major der Saison um 900.000 Pfund (1,28 Millionen Euro) auf 6,3 Millionen Pfund (knapp neun Millionen Euro) erhöht und ist damit auf dem gleichen Level wie die anderen Majors und die PLAYERS. Der Sieger auf dem Old Course von St. Andrews erhält 1,15 Millionen Pfund (1,64 Millionen Euro).

Pro Platz ein Loch gespielt

18 Loch, 18 Plätze: Susan Caton, Kapitänin des Pleasington Golf Clubs im englischen Blackburn spielte eine Golfrunde zugunsten eines wohltätigen Zwecks. Was noch nichts besonderes ist. Die 47-Jährige freilich marschierte dafür von Platz zu Platz, absolvierte jeweils mit einem lokalen und spendenwilligen Flightpartner pro Kurs nur das nächste anstehende Loch und wechselte dann die Örtlichkeit.

Keegan, der „Ausgiebige“

Und dann ist da noch Keegan Bradley, über dessen „ausgiebige“ Pre-Shot-Routine bei der „Travelers“ sich die Golfgemeinde amüsiert. Zum Beispiel am Freitag vor dem Schlag aufs 14. Grün:

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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