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Goodbye! Rookie des Jahres verlässt European Tour

28. Okt 2015
Brooks Koepka war 2014 nach seinem Sieg bei der Turkish Airlines Open der Rookie des Jahres auf der European Tour. (Foto: Getty)
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Wie attraktiv ist die European Tour? Brooks Koepka wird von ihr großgezogen, zum Rookie des Jahres ernannt, um sich nun abzuwenden.

Wo steht die European Tour? Diese Frage muss man sich in den vergangenen Wochen immer wieder stellen. Pünktlich zum bevorstehenden Saisonende meldeten sich die Aushängeschilder um Rory McIlroy zu Wort und forderten öffentlich eine Reduzierung der Mindestzahl von Turnieren, die zum Erhalt der Tourkarte nötig sind. Dann wurden Pläne bekannt, wonach Europa in Zukunft mit der Asian Tour fusionieren könnte. Und nun bedankt sich der Rookie des Jahres 2014, Brooks Koepka, für seinen von der European Tour ermöglichten steilen Aufstieg mit seinem Ausstieg.

Brooks Koepka erlebt rasanten Aufstieg in Europa

Binnen kurzer Zeit hatte sich Koepka vom Challenge-Tour-Spieler zum etablierten Akteur auf der European Tour gemausert. Den vorläufigen Höhepunkt seiner rasanten Entwicklung feierte der junge US-Amerikaner mit dem Sieg bei der Turkish Airlines Open 2014. Logische Konsequenz dieser beeindruckenden Saison war der Titel des Rookies des Jahres. Nachdem Anfang 2015 direkt sein erster Sieg auf der PGA Tour bei der Phoenix Open folgte und er sich als feste Größe in einem ausgesprochen starken US-Team etablierte, folgten insgesamt nur noch relativ wenige Auftritte auf der European Tour.


Elf Turnierteilnahmen stehen für Brooks Koepka vor der Finalserie des Race to Dubai zu Buche. Eigentlich kein Grund zur Sorge, die vier Events in der Türkei, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten zählen schließlich dazu, wenn es um die zu erreichenden 13 Teilnahmen geht, die zum Erhalt der Tourkarte laut European-Tour-Statuten nötig sind. Trotzdem zog Koepka seinen Start in Antalya kurzfristig zurück, verteidigt seinen Titel also nicht und erklärte den Offiziellen sogar, im kommenden Jahr komplett auf seine Tourkarte verzichten zu wollen. Nach zuletzt 13 Turnieren in 16 Wochen legt der 25-Jährige nun erstmal eine Pause bis zur Hero World Challenge im Dezember ein und konzentriert sich danach komplett auf die deutlich lukrativere PGA Tour.

Spielerschwund – Engländer Ben Evans profitiert

Die European Tour ist damit ein gerne genommenes Sprungbrett, um sich zu etablieren. Wenn dann aber ein gewisses Level erreicht ist und die Spieler erstmal die mit hohen Preisgeldern versehene Luft der PGA Tour schnuppern durften, dann sieht der neue European Tour CEO Keith Pelley schnell nur mehr den Rücken der großgezogenen Spieler. Wer will es ihnen verübeln!? Trotzdem wäre es natürlich im Intresse aller, Spieler wie Brooks Koepka langfristig im Besitz einer European-Tourkarte zu sehen.

Einen Profiteur vom Rückzug des US-Amerikaners gibt es allerdings und der kommt aus England. Ben Evans war nach der Finalrunde bei der Hong Kong Open 111. im Race to Dubai, hätte damit seine volle Tourkarte verloren und war dementsprechend enttäuscht. Nachdem Koepka nun also seine Karte abgegeben hat und nicht länger in der Moneylist geführt wird, rutschte Evans also einen Platz nach vorne und freut sich nun als 110. unverhofft auf eine weitere Spielzeit auf der European Tour.

Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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