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British Open: Dustin Johnson vor Abbruch in Führung

17. Jul 2015
Die Runde ist noch nicht zuende, der Turniertag schon - und zwar mit Dustin Johnson an der Spitze. (Foto: Getty)
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Bevor wegen Dunkelheit abgebrochen werden musste, setzte sich Dustin Johnson an Tag zwei erneut an die Spitze. Kaymer auf T25.

Wegen mehr als drei Stunden Verzögerung zu Beginn des Turniertages, weil der Platz regelrecht geflutet war, war bereits zu Beginn der zweiten Runde der British Open 2015 klar, dass sie heute nicht mehr beendet werden würde. Erst morgen steht fest, wer den Cut verpasst und wer als Führender in den Moving Day geht, aber derzeit hat Dustin Johnson hervorragende Chancen, dieser Jemand zu sein. Mit zehn Schlägen unter Par führt er das Feld mit einem Schlag Vorsprung zu dem Engländer Danny Willet an, während bei -8 der Schotte Paul Lawrie und der Australier Jason Day auf ihre Chancen warten, an die Spitze zu klettern. In den Top 25 befindet sich zudem Martin Kaymer bei insgesamt drei Schlägen unter Par. Er ist somit sicher im Cut, während Bernhard Langer und Bernd Wiesberger heute noch bangen mussten, es letztlich aber wohl ins Wochenende schaffen – ganz im Gegensatz zu Marcel Siem.

Martin Kaymer in den Top 25

Als einziger Deutscher keinen Sorgen um den Cut machen musste sich Martin Kaymer. Der Mettmanner gab während seiner 70er Runde zwar so manchen Anlass zum erschrockenen Nägelkauen – zwischenzeitlich lag er bei Even Par und damit in der nähe der Cut-technischen Gefahrenzone – doch ein finales Birdie an der 18 und zuvor eines an der 14, die jeweils ohne Schlagverlust als Counterpart blieben, rissen sein Ergebnis letztendlich auf zwei Schläge über Par für den Tag und -3 für das Turnier. Damit positionierte sich der 30-jährige mehrfache Major-Champion vielversprechend für die kommenden beiden Tage auf dem geteilten 25. Platz.


Bernhard Langer und Bernd Wiesberger wohl knapp im Cut

Für die deutsche Golfikone Bernhard Langer hingegen hieß es Bangen. Nach seiner 70er Runde befand er sich zunächst auf den geteilten 70. Platz, jede Verschiebung konnte dem Anhäuser gefährlich werden. Am Ende des zweiten Turniertages dann das Aufatmen: Der 57-Jährige, der außer bei den Majors meist auf der Champions Tour zu finden ist, war auf den geteilten 62. Platz gerutscht und so relativ sicher im Cut. Die endgültige Erlösung folgt allerdings erst morgen, sobald die zweite Runde des Turniers beendet worden ist.

Ähnlich erging es Bernd Wiesberger, der mit seiner zweiten Parrunde in Folge ebenfalls keine Bäume ausreißen konnte. Zum Cut wird es allerdings voraussichtlich reichen. Sein Ticket ins Wochenende verpasst hat allerdings Marcel Siem. Nach Ende des zweiten Turniertages lag er nach einer 75er Runde auf dem geteilten 84. Platz. Der Ratinger hatte als Mitglied des ersten Flights vor der ausgedehnten Zwangspause gerade einmal abschlagen können.

Tiger Woods‘ Rückkehr für verpassten Cut?

Nach elf gespielten Löchern und inzwischen insgesamt fünf Schlägen über Par steht fest: Wenn Tiger Woods morgen früh auf den Old Course zurückkehrt, dann vermutlich nur, um den Cut zu verpassen. Mit einer 76er Runde war die British Open für den 39-Jährigen bereits suboptimal gestartet und auch in Runde zwei gelang es ihm bislang nicht, seine Chancen auf das Wochenende zu verbessern. Mit zwei Bogeys auf der Front Nine und einem vereinzelten Birdie auf der 11 sieht es bisher nicht danach aus, als würde es für Woods eine dritte Runde geben.

Jordan Spieth zeigt Schwäche

Goldkind Jordan Spieth, dem im zarten Alter von 21 Jahren nach seinen Siegen bei den ersten beiden Majors des Jahres bereits beste Chancen auf den Grand Slam nachgesagt werden, zeigte im Verlauf der zweiten Runde ungewohnte Schwächen. Aus ebensovielen Bogeys wie Birdies wurden im Spiel des Youngsters die harten Bedingungen ersichtlich, die auf dem kalten, windigen und später dunklen Old Course herrschten. Morgen allerdings hat der Texaner, der derzeit mit fünf Schlägen unter Par auf dem geteilten 15. Platz liegt, noch die Chance, sein Rundenergebnis zu verbessern. Spielen konnte er nämlich erst 13 Löcher, sodass die Chancen morgen früh nicht schlecht stehen.

Tom Watson und Nick Faldo sagen der Open Lebewohl

„Es ist vermutlich meine letzte Open Championship und ich freue mich darauf“, hatte Tom Watson vor der diesjährigen British Open auf dem legendären Old Course in St. Andrews gesagt. Genau 40 Jahre, nachdem der 65-Jährige in Carnoustie seinen ersten seiner fünf Open-Titel holte, beendet er das Kapitel des britischen Majors in den Annalen seiner langen Karriere im Profigolf. Der verpasste Cut wird zwar sicher nicht das versöhnliche Ende, auf das der US-amerikanische Ryder-Cup-Captain des vergangenen Jahres gehofft hatte, ebensowenig wie die Tatsache, dass er seine Runde beinahe erst morgen früh hätte beenden können. Aber man wartete auf die Golf-Legende und erlaubte ihm, die 18 gerade noch vor Abbruch der Runde zu beenden. Mit elf Schlägen über Par winkte er unter begeistertem Beifall dem Major Lebewohl.

Doch Watson ist nicht der einzige ehemalige Ryder-Cup-Captain, der sich auf St. Andrews verabschiedet. Auch der Engländer Sir Nick Faldo gab sich bei der British Open 2015 vermutlich zum letzten Mal die Ehre. Auch er verpasste bei zehn Schlägen über Par mit wehenden Fahnen den Cut, zeigte aber mit einer 71er Runde noch einmal Kampfgeist. Nach seinem Birdie an der 17, dem schwierigsten Loch des Turniers, ließ er sich in genau dem Pulli feiern, in dem er sich ’87 den Majortitel sicherte.

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Jacqueline Sauer

Jacqueline Sauer - Freie Autorin für Golf Post

Jacqueline mischt bei den redaktionsinterenen Tippspielen ganz vorne mit. Kein Wunder: Die großen und kleinen Namen des Golfs hat sie ständig im Auge, damit der nächste Tipp stets ein sicherer Treffer wird.

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