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The Open: Martin Kaymer verpasst Top Ten, Mickelson weiter oben auf

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15. Jul 2016
Martin Kaymer strauchelt auf der Back Nine, während Phil Mickelson auch am zweiten Tag der Open Championship dominiert. (Foto: Getty)
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Martin Kaymer muss auf der Back Nine die Spitzengruppe ziehen lassen und hadert mit einem Triplebogey, während Phil Mickelson die Spitze verteidigt.

Am zweiten Tag der Open Championship frischte der Wind schon früh auf und ab dem Vormittag setzte der gefürchtete schottische Regen ein. Wo der Platz gestern noch einfacher zu spielen war, zeigte er heute seine Zähne. Ein Fünf-Putt(!) von Paul Casey und ein Triplebogey von Martin Kaymer waren nur zwei Belege dafür. Bernd Wiesberger hatte ebenfalls einen gebrauchten Tag zu beklagen und wird am Wochenende nur zuschauen dürfen.

Starke Front Nine von Martin Kaymer

Unbeeindruckt von einem frühen Schlagverlust (seinem ersten bei der diesjährigen Open) an Loch zwei, gestaltete Martin Kaymer seine Front Nine in zwei Schlägen unter Par. Dies hatte er erneut einem guten Lauf zum Ende der ersten neun Löcher zu verdanken. Gestern noch mit Birdies von Loch 6 bis 8, konnte Kaymer heute die Bahnen acht und neun unter Platzstandard spielen und sich zwischenzeitlich auf sieben unter Par und dem zweiten Rang einfinden. Dementsprechend zeigte sich Martin Kaymer auch eigentlich ganz zufrieden, wie Sie im Interview hören können.

Ein besonderes Highlight lieferte der 31-Jährige dabei an Loch 9, als er vom Fairway mit dem Putter aus knapp 15 Metern einlochte. Nach diesem „gestopften“ Birdie schien es so, als ob der Rheinländer tatsächlich den Führenden Phil Mickelson angreifen könnte. Besonders, da dieser sein erstes Bogey nach 30 Löchern spielte und auf zehn unter Par zurückfiel.


Back Nine mit fatalem Beginn

Die Hoffnungen und der Aufwind waren jedoch spätestens nach dem ersten Loch auf Kaymers Back Nine wieder dahin. Ein zu kurz gelassener Schlag ins Grün, gefolgt von einer getoppten Annäherung über das Grün, wurden durch einen zu kurzen Schlag aus dem Rough zum totalen Fiasko. Am Ende stand das Triplebogey und der Absturz auf vier unter Par. Anscheinend verunsichert durch dieses Ergebnis, folgte auf Bahn 11 direkt ein weiteres Bogey und Kaymer fiel aus den Top Ten und lag zum Abschluss seiner Runde bei drei unter auf Platz T11.

Diese konnte er im Verlaufe der Runde nicht mehr entern, da die Schlaggewinne ausblieben. Kaymer spielte nach den beiden Unglückslöchern zwar etwas souveräner weiter und notierte sieben Pars, aber der Schwung und die Aggressivität waren dahin. Dabei zeigte sich Kaymer im Interview mit unserem Reporter vor Ort eigentlich sehr zufrieden mit seiner Runde: „Ich habe mir viele Chancen erarbeitet, aber ein dummes Loch dabei gehabt. Das tut natürlich weh, aber ohne das Triplebogey wäre es eine super Runde gewesen. Ich kann auf meinem guten Spiel aber weiter aufbauen und freue mich auf das Wochenende.“

Phil Mickelson bei der Open weiterhin in Führung

Unbeeindruckt von Wind und Regen spielte Phil Mickelson eine blitzsaubere Front Nine und nahm den Verfolgern früh den Wind aus den Segeln. Die Bilanz seiner ersten neun Löcher – drei Birdies, ohne einen einzigen Schlagverlust. Damit erspielte sich der Routinier zeitweilig einen Vorsprung von fünf Schlägen. Das Highlight seiner Runde war das knapp verpasste Hole in One auf der Postage Stamp, dass schließlich zum Birdie führte.

Als „Lefty“ auf Bahn 12 das erste Bogey wegstecken musste, witterten die Verfolger kurz ihre Chance und wurden doch wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Mickelson korrigierte diesen kleinen Ausrutscher nur zwei Löcher später und notierte das vierte Birdie des Tages. Es folgte zwar ein weiterer Schlagverlust, aber mit zehn unter Par hat er immer noch einen Schlag Vorsprung auf Henrik Stenson.

Verfolger mit starkem Golf, dass nicht ganz reicht

An der Spitze thront Phil Mickelson und hinter ihm formieren sich die Verfolger. Bei einem Gesamtergebnis von fünf bis neun unter Par liegen gleich fünf Spieler. Unter ihnen finden sich die beiden Skandinavier Henrik Stenson und Soren Kjeldsen. Kjeldsen konnte eine 68er Runde ins Clubhaus bringen und glänzte dabei besonders mit seinem hervorragenden Scrambling, dass ihn ohne Schlagverlust auskommen ließ.

Henrik Stenson schwang sich derweil zur besten Runde des Tages auf und notierte eine 65er Runde. Bei neun unter Par liegt er damit auf dem alleinigen zweiten Rang und ist dem Führenden am dichtesten auf den Fersen. Bei fünf unter Par und in der Spitzengruppe vertreten ist darüber hinaus noch der Titelverteidiger Zach Johnson. Ihm gelang im strömenden Regen von Troon eine Runde von eins unter Par.

Bernd Wiesberger zollt den Bedingungen Tribut

Für Bernd Wiesberger ist die 145. Open im Royal Troon GC nach zwei Tagen bereits wieder beendet. Der Österreicher hatte nach der Runde vom Donnerstag schon einen Score von drei Schlägen über Par und musste in Runde zwei somit tief schießen, um das Wochenende noch zu erreichen. Auf Bahn vier gelang dem 30-Jährigen dann tatsächlich auch sein erstes Birdie bei dieser Open und man hoffte auf ein kleines Aufbäumen. Der Schlaggewinn blieb allerdings lange der einzige und Wiesberger musste bei immer stärkerem Regen abreißen lassen. Vier Doppelbogeys, bei nur einem weiteren Birdie wanderten im Verlauf seiner Runde auf die Scorekarte und spülten den Burgenländer fast bis ganz ans Ende des Leaderboards. Mit neun über Par schied Bernd Wiesberger an Rang T122 aus dem Turnier aus.

Alle Platzierungen und Ergebnisse des zweiten Tages gibt es wie immer in unserem Livescoring auf einen Blick.


Briefmarken und Eisenbahn im Royal Troon - Die 145. Open Championship

Robin Bulitz

Robin Bulitz - Redakteur bei Golf Post

Robin ist im Alter von 22 Jahren aktiv zum Golfsport gekommen und seitdem Feuer und Flamme. Durch seine sportlichen Erfahrungen im Handball und Tennis konnte er sich schnell mit der kleinen, weißen Kugel arrangieren und kratzt inzwischen am Single-Handicap. Ab Februar 2016 zunächst als Werkstudent, mischt Robin seit August im Tagesgeschäft mit und testet besonders das umfangreiche Equipment auf Herz und Nieren.

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