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British Open: Alter Schwede – Henrik Stenson gewinnt Ringen um Claret Jug

17. Jul 2016
Der "Iceman" ist am Ziel: Henrik Stenson feiert den Triumph bei der British Open . (Foto: Getty)
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Henrik Stenson und Phil Mickelson liefern sich ein denkwürdiges Finale bei der British Open. Das Kopf-an-Kopf-Rennen geht knapp an den Schweden.

Die Open Championship bekamen ein würdiges Finale: Schnell war klar, dasss der zarte Vorsprung von Henrik Stenson nichts wert sein würde. Die Führung wechselte fast von Loch zu Loch zwischen dem Schweden und Phil Mickelson hin und her. Was beide Akteure auf den Platz des Royal Troon zauberten, ließ die übrige Golfelite nur staunend zurück.


Henrik Stenson wehrt „Lefty“ ab

Die beiden Akteure hatten an den vorherigen Tagen bereits das gesamte Feld abgehängt und ließen auch am letzten Tag der British Open keine Zeit verstreichen. Mit dem ersten Tee begann die Finalshow des amerikansisch-skandinavischen Duos: Bei engem Spielstand entwickelte sich eine Art Matchplay-Situation, in der Mickelson die Gunst hatte, vorzulegen. „Lefty“ nutzte gleich am ersten Loch diesen Vorteil und brachte  Henrik Stenson unter Zugzwang. Während Mickelson Birdie spielte, strich der Schwede einen Schlagverlust ein und verlor zunächst die Führung.

Es sollte nicht der letzte Führungswechsel in diesem Zweikampf bleiben. Stenson ließ sich vom anfänglichen Bogey nicht verunsichern und schoss Birdies in Serie. Mickelson hatte die Antwort mit einem Eagle auf der 4 parat. Erst an Loch 14 gab es den letzten Führungswechsel: „Iceman“ Henrik Stenson blieb auf der Back Nine nicht nur cool, er lieferte weitere Birdies und Phil Mickelson musste auf den letzten Löchern schließlich abreißen lassen. Der Schwede feierte mit einer 63er-Finalrunde den ersten Majortriumph seiner Karriere. „Ich bin unglaublich froh über diesen Triumph und wahnsinnig stolz auf mein Spiel an den letzten Tagen“, versuchte Stenson seine Glücksgefühle in Worte zu kleiden.


Bei -20 setzte der 40-jährige Göteborger mit einem Fabelturnier einen neuen Rekord für den niedrigsten Score einer British Open. Phil Mickelson blieb am Ende mit -17 nur der zweite Platz und die Einsicht, dass auch eines der besten Turnierleistungen seiner Laufbahn nicht für den Sieg reichte: „Es war das beste Turnier, das ich je gespielt habe – ohne es zu gewinnen!“

Henrik der „Rekorde-Brecher“

Ließ Henrik Stenson im Laufe seiner Karriere seinen Frust schon einige Male an seinem Equipment aus, mussten in dieser Woche nur Rekorde fürchten, gebrochen zu werden: Sein Gesamtscore von -20 stellte nicht nur Tiger Woods‘ Ergebnis (-19) in den Schatten. Niemand blieb bei einem Major bisher unter der Anzahl von 264 Schlägen und mit seiner 63er-Abschlussrunde reihte er sich – wie auch Mickelson an Tag eins – in die Kette der niedrigsten Major-Runden ein. Unter dem Strich ergibt das einen absolut verdienten Champion bei der British Open.

Selten gab es einen Runner up auf derart hohem Niveau: „Es sah schon früh nach einem Zweikampf zwischen Phil und mir aus. Dabei blieb es dann bis zum letzten Loch“, fand Henrik Stenson anerkennende Worte für den Zweiten. Wenn bei Phil Mickelson die Enttäuschung über den verpassten Triumph abgeklungen ist, wird auch bei ihm das Empfinden für eine außergewöhnliche Leistung reifen. Zum Vergleich: JB Holmes folgte dem Zweitplatzierten mit einem Abstand von elf Schlägen. Ein weiterer Beleg dafür, wie weit Stenson und Mickelson dem Feld bei dieser Open Championship entwachsen waren.

Martin Kaymer verabschiedet sich aus Troon

Martin Kaymer musste sich das Duell um den Claret Jug bereits aus dem Clubhaus anschauen. Auch wenn der Mettmanner mit einer vielversprechenden Runde ins Turnier startete, konnte Deutschlands Golfer Nummer eins an den Folgetagen das Tempo an der Spitze nicht mitgehen. Nach seiner abschließenden 74er-Runde zeigte sich der Rheinländer sichtlich enttäuscht – nach den guten Ergebnissen der vergangenen Wochen hatte er sich mehr vorgenommen.

Rory McIlroy hingegen war mit seinem Abschied von der British Open besser zufrieden. Dem Nordiren gelang mit einer 67er-Runde am letzten Turniertag seine beste Leistung der Woche. Damit belohnte er sich auch im Leaderboard: McIlroy stürmte im Finale die Top 10 und teilt sich den fünften Rang bei -4 mit Tyrrell Hatton aus England und dem Spanier Sergio Garcia.

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Bernhard Küchler

Bernhard Küchler - Freier Autor für Golf Post

Zum Studium ins Rheinland gekommen, fühlt sich der gebürtige Münsterländer inzwischen als echter Kölner. Die bisherige journalistische Vita bewegte sich überwiegend im Fußball-Metier. Zuletzt veröffentlichte er einen Dokumentarfilm über den Drittligisten Fortuna Köln. Vielseitig sportbegeistert widmete sich der studierte Germanist den unterschiedlichsten Disziplinen. Klar, dass auch das Spiel um die kleine weiße Kugel dabei nicht fehlen darf!

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