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British Open 2015: Moving Day verläuft unerwartet

20. Jul 2015
Die Überraschung des Tages ist Paul Dunne - er verewigt sich schon jetzt in der Open-Geschichte (Foto: Getty)
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Überraschungsführung und viele Birdies bei der Open Championship. Deutschsprachiges Trio schneidet nur mittelmäßig ab.

Martin Kaymer, Bernd Wiesberger und Bernhard Langer stehen heute – wie das gesamte Teilnehmerfeld der British Open – im Schatten von Paul Dunne. Der Amateur verzückte nicht nur die Zuschauer auf dem Old Course, sondern auch seine Konkurrenten. Niemand hatte den Iren auf der Rechnung. Er, relativ gutes Wetter und viele Birdies machten die heutige Runde zu einem echten Hingucker.

Paul Dunne, der Held des Moving Day

Die wohl bemerkenswerteste Leistung des Tages erbrachte der irische Amateur Paul Dunne. Die Profi-Elite schaute nicht schlecht, als der 22-Jährige während seiner 66er-Runde zeitweise die alleinige Führung innehatte und trotzdem Nerven aus Stahl zeigte. Bei -6 beschloss er den Turniertag, zieht morgen vom geteilten ersten Platz aus in den Finaltag ein – und hat damit keine schlechten Chancen auf den Open-Sieg. Dass ein letztes Mal ein Amateur das britische Major gewann, ist bereits 85 Jahre her. 1930 nämlich sicherte sich Bobby Jones die Trophäe. Überhaupt konnte nur dreimal ein Amateur den Majortitel auf der Insel holen.


Ein Blick auf seine Scorekarte lässt vermutlich so manchen Pro erblassen: 14 Birdies in den ersten drei Runden des Turniers, und nur zwei Bogeys stehen darauf. Der 22-Jährige bewies bei der dritten Runde der British Open, dass auch Underdogs im Profigeschen mitmischen können. Zwar wurden die Birdies gegen Ende des Moving Day weniger, aber einen Bogey leistete er sich auch dort nicht.

Drei Führende machen den Finaltag der British Open spannend

Neben Paul Dunne liegen Jason Day und Louis Oosthuizen auf dem geteilten ersten Platz. Oosthuizen mauserte sich auf dem letzten Loch mit einem Birdie nach oben. Insgesamt spielte er heute fünf unter Par und hat als einziger der drei Führenden zwei Bogeys auf seiner Scorekarte. Jason Day endete wie der Südafrikaner mit einer Runde mit fünf unter Par. Ein Birdie fehlte ihm am Schluss, um mit Dunne gleichzuziehen. Das Trio an der Spitze macht den Finaltag, der wegen des schlechten Wetters auf morgen, Montag verschoben worden war, spannend.

Deutschsprachiges Trio bleibt hinter Erwartungen zurück

Trotz des Birdie-Feuerwerks, das den dritten Turniertag der British Open prägte, verliefen die Runden von Martin Kaymer, Bernhard Langer und dem Österreicher Bernd Wiesberger eher unspektakulär. Vor allem Kaymer blieb hinter seinen Erwartungen zurück. Nur zwei Bogeys sind eigentlich keine schlechte Ausbeute, allerdings sind auf der anderen Seite nur vier Birdies zu verzeichnen. Bernhard Langer lag nach seiner Runde zwar auf dem letzten Platz, gab dann aber die rote Lampe weiter an Ryan Fox. Dennoch, ein geteilter 78. Platz mit jetzt insgesamt +1 wird ihn nicht zufrieden stellen.

Beim Österreicher sah es auch nicht viel besser aus. Zu wenig Birdies lassen Wiesberger auf Rang T70 abrutschen. Eine Rate von 83 Prozent der Grüns in Regulation ist kein schlechter Wert. Allerdings verbesserte der 29-Jährige sich von seinen beiden 72er-Runden am ersten und zweiten Tag der Open Championship um einen Schlag und beendet den Moving Day mit -1.

Jordan Spieth nähert sich der Spitze

Auf Platz T14 startete Jordan Spieth heute. 18 Birdies im gesamten Turnier entfalten erst jetzt ihre Wirkung – Spieth liegt jetzt auf dem vierten Platz. Auch er spielte heute in der Liga der Birdie-Jäger mit, der 21-Jährige hatte sieben Birdies auf seiner Scorekarte zu verzeichnen. Mit seiner heutigen Leistung wahrt er weiterhin die Chance auf den Grand Slam. Die zwei ersten Majors dieses Jahres hat er ja bereits gewonnen, jetzt stehen nur noch JD, Louis Oosterhuizen und der Mann des Tages Paul Dunne zwischen ihm und dem nächsten Major-Sieg. Jordan Spieth ist mit sich und seiner Leistung heute sehr zufrieden: “ Ich hab getan, was ich tun musste…. heute Nach werde ich gut schlafen.“ Dann gute Nacht Jordan!

Hellwach war heute Rickie Fowler. Nach dem Gewinn der Players Championship im Mai, verpasste er in seinen vergangenen zwei Turnieren jeweils den Cut, gewann dann jedoch die Generalprobe auf die Open. Die ersten beiden Runden der British Open verliefen eher schleppend: „Ich hätte den Ball nicht besser aufs Grün schlagen können, aber dann schaffte ich es nicht, den Ball einzulochen.“ Heute lief es besser, schlussendlich lander er auf Platz T19.

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Alexander Swan

Alexander Swan - Freier Autor für Golf Post

Nach mehreren (sport-)journalistischen Stationen ist Alexander bei Golf Post gelandet. Der gebürtige Münsterländer begeistert sich für jede Sportart, die ein rundes Spielgerät besitzt - insbesondere für den ganz kleinen und den Lederball.

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