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BMW PGA Champ. – Deutsche Golfer ohne großen Glanz

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21. Mai 2015
Martin Kaymer kann am ersten Tag der BMW PGA Championship noch nicht vollends überzeugen. (Foto: Getty)
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Martin Kaymer liegt bei der BMW PGA Championship mit seiner Even-Par-Runde als bester Deutscher auf T38. Molinari geht in Führung.

Olé! Am ersten Tag der BMW PGA Championship im englischen Surrey zeigten die spanischen Golfer ihren Konkurrenten, wie ‚los Palos‘ beherrscht werden und das vor den Augen von etwa 20.000 Zuschauern – Besucherrekord zum Auftakt des Turniers. Allen voran fabrizierte ‚El Mecánico‘ Miguel Ángel Jiménez eine 68er Runde und liegt damit mit seinem Landsmann Jorge Campillo vorläufig auf dem dritten Rang. Die iberischen Golfer werden jedoch von Chris Woods aus England, Scotchman Marc Warren und dem Südkoreaner Y.E. Yang gestört, die ebenfalls bei -4 verweilen und von den bereits genannten Spaniern sowie Pablo Larrazábal, der auf Position T8 liegt, umzingelt werden.

Zumindest Jorge Campillo lässt aber die Kirche im Dorf, ob des guten Auftaktergebnisses: „Es ist ein Tag. Ich muss immer noch 54 Löcher spielen. Es sind also immer noch eine Menge Löcher auf diesem schweren Platz. Aber es ist offensichtlich besser, als mit einer 73 oder 74 zu starten.“


Hasta la vista! – Auf den ersten Rang hatte sich zwischenzeitlich jedoch klammheimlich ein anderer Golfer geschoben. Der Schwede Robert Karlsson ließ sich von der spanischen Armada nicht einschüchtern und setzte mit sechs Birdies ein erstes Zeichen. Das Bogey auf der Sieben abgezogen befand sich der Skandinavier bei -5 auf dem ersten Platz.

Dies galt jedenfalls bis Francesco Molinari aus Italien auftauchte und ihm den ersten Rang streitig machte. Der Italiener, der bei der BMW PGA Championship in den letzten drei Jahren ebenso viele Top-Ten-Ergebnisse einfahren konnte, spielte ganze sieben Birdies und liegt damit bogeyfrei auf dem ersten Platz. Molinaris Bruder Edoardo musste übrigens aufgrund einer Verletzung am Handgelenk aufgeben.

Martin Kaymer gleicht schwache Front Nine aus

Teilweise stand Martin Kaymer kopfschüttelnd auf dem Wentworth West und haderte mit seinem Spiel. Die Front Nine schloss der 30-Jährige dann auch mit zwei Bogeys ab. Auf der Back Nine spielte der deutsche Pro dann jedoch solider. Mit zwei Birdies auf der 13 und 17 kämpfte sich Kaymer wieder zurück auf Even Par und belegt damit derzeit den T38. Platz. Auf der 18 hatte er sogar nochmals die Chance auf ein Birdie. Sein Pitch auf’s Green landete auch zunächst unmittelbar vor der Fahne. Der Ball bouncte jedoch zurück und der Deutsche musste mit dem Putter mehrere Meter überbrücken, um einen weiteren Schlag gewinnen zu können. Die Putt-Länge stimmte, doch der Ball rollte zu weit rechts am Loch vorbei, so dass Martin Kaymer nur noch das Par retten konnte. Des Öfteren traf der deutsche Pro das Fairway nicht (nur 9/14). Aus dem Rough konnte er sich jedoch geschickt retten wie hier auf der 13:

Um einen Schlag schlechter liegt Maximilian Kieffer, der auf Loch 15 und 16 jeweils ein Bogey spielte, obschon er sich zuvor bei -1 in einer wirklich guten Ausgangspositionbefand, da sich noch kein Golfer wirklich absetzen konnte. Er erreicht also bei +1 zunächst den T66.

Rory McIlroy lässt es ruhig angehen

Etwas besser lief es da bei Kaymers Flightpartner Rory McIlroy, der jedoch ebenfalls Startschwierigkeiten hatte. Der Weltranglistenerste begann direkt mit einem Bogey auf der Eins, konnte dieses jedoch durch ein Back-to-Back-Birdie wieder ausgleichen. Am Ende des Tages kann sich McIlroy über drei weitere Birdies freuen. Das Ergebnis von drei unter Par wird jedoch von zwei Bogeys relativiert. Nach dem ersten Turniertag steht der 26-Jährige somit bei -1 auf Rang T23.

McIlroy muss vor allem an seiner Abschlag-Genauigkeit arbeiten. Am ersten Tag der BMW PGA Championship traf er – wie Kaymer – nur neun von 14 Fairways. Im Bereich der Greens in Regulation liegt der Nordire mit den Führenden nahezu auf einer Höhe, jedoch musste er ein- bis zweimal mehr putten als diese.

Marcel Siem und Florian Fritsch mit Steigerungspotenzial

Als zweiter Deutscher ging am Morgen des ersten Tages der BMW PGA Championship Marcel Siem an den Start. Der Pro, der sich kürzlich über die Bedingungen auf deutschen Golfplätzen beschwerte, hatte auf dem Wentworth West die Gelegenheit, auf englischem Grün zu bestehen. Fünf Bogeys und ein Doppelbogey zierten am Ende der Runde die Scorecard von Marcel Siem. Glücklicherweise konnte er diese durch drei Birdies und ein Eagle auf der Zwölf zumindest annähernd ausgleichen. Der gebürtige Mettmanner muss sich jedoch steigern, um den Cut zu schaffen. Bei +2 liegt er aktuell auf Platz T81.

Eine Steigerung muss sich außerdem Florian Fritsch vornehmen, wenn er das Wochenende in Surrey noch erreichen will. Obwohl seine Scorecard nicht annähernd so bunt ist wie Marcel Siems, liegt der 29-Jährige bei +4 auf dem T112 Rang noch schlechter als sein deutscher Kollege. Drei Bogeys und ein Doppelbogey konnte Fritsch eben nicht durch ein Eagle ausgleichen und ein einziges Birdie war zu wenig, um die Schlagverluste auszugleichen. Neben sechs verfehlten Fairways haperte es vor allem am Putting bei Florian Fritsch. 34 kurze Schläge im Gegensatz zu 26 bei Robert Karlsson sind schon eine Hausnummer.

Moritz Lampert schießt den Vogel ab

Noch schlimmer lief es zum Auftakt der BMW PGA Championship fpr Moritz lampert, der als letzter Deutscher in das Turnier gestartet war. Für den 23-Jährigen hagelte es gleich fünf Bogeys und zwei aufeinanderfolgende Doppelbogeys auf der 16 und 17. Der Pro traf nur fünf von 14 Fairways und auch seine Schläge auf’s Grün verfehlten zu oft das Ziel. Mit einem Score von +7 belegt Lampert den vorerst T134. Platz und muss sich mächtig anstrengen, um den Cut noch zu überstehen.

Leaderboard zur BMW PGA Championship

Carina Olszak

Carina Olszak - Freie Autorin bei Golf Post

Profigolf ist Carinas Spezialgebiet. Jede Woche verfolgt sie die Geschicke der Profis auf den internationalen Touren und hat besonders viel Spaß am Aufstieg der jungen Wilden. Ihr Wunschflightpartner für eine Golfrunde: Rory McIlroy.
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