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BMW PGA Championship: Martin Kaymer kratzt an Top Ten

27. Mai 2016
Martin Kaymer musste am zweiten Tag der BMW PGA Championship weniger zittern als seine deutschsprachigen Kollegen und erreichte souverän das Wochenende. (Foto: Getty)
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Danny Willett zeigt, wie die Front Nine bei der BMW PGA Championship zu spielen ist – Martin Kaymer zeigte sich untadelig.

Bei der BMW PGA Championship im Wentworth Club schrieb sich Danny Willett mit einer Rekordleistung in die Turniergeschichte ein. Victor Dubuisson erlebte einen bunten Tag und verpasste um ein Haar die Gratifikation des Turniersponsors. Während der Großteil der deutschsprachigen Vertreter um das Erreichen des Cuts kämpfen musste, präsentierte sich Martin Kaymer vorbildlich.


Danny Willett legt meisterhaft los

Der amtierende Masters-Champion reüssierte mit der niedrigsten Front Nine der Turniergeschichte: Satte sechs Birdies auf den ersten neun Löchern ließen Danny Willett darüber hinaus an die Spitze des Tableaus eilen. Und ganz nebenbei produzierte der Engländer einige Highlights:

 

Zwischenzeitlich schraubte Danny Willett seinen Score auf -12 herunter. Auf der Back Nine hielt der Brite das Tempo dann allerdings nicht ganz durch. Die Bahnen 15 bis 17 brachten dem Mann aus Sheffield sogar drei Bogeys in Folge. Insgesamt notierte er aber eine 68er-Runde und kehrte als Führender ins Clubhaus zurück. Einzig Scott Hend und  Y. E. Yang konnten schritthalten und so zog das Trio gemeinsam an der Spitze ins Wochenende ein.

Das wäre ihr Preis gewesen, Victor Dubuisson!

Mit einem Schlag zum Traumwagen: Victor Dubuisson schnupperte an Loch 14 am Bonus-Preis des Turniersponsors und verpasste das Hole-in-One nur knapp. Ein Ass hätte die Runde des Franzosen nicht nur mit der netten Dreingabe aufgewertet.

Dubuisson färbte seine Scorekarte nämlich in den unterschiedlichsten Tönen und zeigte bei seiner 74er-Runde vier Birdies, vier Bogeys und dazu noch ein Doppelbogey. Am Ende lag sein Gesamtscore noch knapp unter Par bei -1. Damit hielt sich der Franzose die Chance offen, am folgenden Wochenende das Ass an Loch 14 zu spielen und sich am Ende doch noch das Auto unter den Nagel zu reißen.

Maximilian Kieffer wiederholt Vorwoche nicht

Bei der Irish Open gelang es Maximilian Kieffer am zweiten Turniertag, mit einer starken Leistung ins Wochenende zu springen. Am Ende spielte sich der Rheinländer sogar bis in die Top Ten. Mit diesem Ergebnis im Rücken, war das Erreichen des Cuts trotz 78er-Runde noch nicht abgeschrieben. Unter dem Strich rief „Kiwi“ sein Potential auf dem Kurs des Wentworth Clubs jedoch einfach nicht konstant ab.

Dem 25-Jährigen gelang das Kunststück, auf der selben Bahn ein Eagle zu spielen, wie schon in seiner ersten Runde. An der 18 zeigte er sogar noch ein weiteres Eagle und totzdem hieß es für ihn, sich nach zwei Turniertagen vom Wettbewerb zu verabschieden. Negative Ausreißer wie ein dreifacher Schlagverlust auf der 15 oder das Doppelbogey an Loch 8 blieben nicht aus – der Cut rückte so für Kieffer in weite Ferne. Am Ende stand eine 73er-Runde zu Buche und der Bergisch Gladbacher ordnete sich auf Position T119 im Tableau ein.

Marcel Siem im Schleudergang

Auch Marcel Siem erlebte beim zweiten Tag der BMW PGA Championship Licht und Schatten: Der gebürtige Mettmanner startete von Platz 33 auf die zweite Runde und nach seinem Birdie auf der 3 steuerte noch zielstrebig in Richtung Wochenende. Ein Triplebogey auf Loch 8 brachte den 35-Jährigen allerdings vorübergehend um die Früchte seiner Arbeit.

Siem schien es am Freitag besonders spannend machen zu wollen und spielte mit der Cut-Linie Seilspringen. Mit viel Mühe brachte sich der Dritte der Volvo Open China wieder ins Feld für das Wochenende bevor ein erneutes Triplebogey ihn abermals zurück warf. Doch Siem kämpfte beharrlich weiter und so nahm dieser Ergebnis-Schleudergang schließlich ein glückliches Ende. Am Ende seiner Runde ordnete sich der Deutsche mit einer 74er-Runde knapp über dem prognostizierten Cut ein.

Martin Kaymer souverän

Im Vergleich zu seinen deutschsprachigen Kollegen erlebte Martin Kaymer fast schon einen entspannten zweiten Tag in Surrey. Zwar handelte sich der 31-Jährige früh in seiner Runde zwei Bogeys ein, blieb in der Folge fand er allerdings schnell in die Spur. Das Birdie an Loch 4 schien der deutschen Nummer eins Sicherheit zu verleihen, denn fortan folgte kein Schlagverlust mehr. Bis zum nächsten Birdie musste Kaymer sich allerdings eine Weile gedulden. Als die Kugel am Par-3 Loch 14 dann unter Vorgabe fiel, sah der Jubel auch dementsprechend erleichtert aus.

 


Am Ende drückte Kaymer seinen Score mit zwei Birdies auf den letzten Löchern vor dem Clubhaus. Dieses Finish war die Bestätigung der Leistung vom Vortag und verbesserte seine Gesamtbilanz auf vier unter Par. Damit beendete Martin Kaymer seine Runde auf T11 und zeigte sich bestens gerüstet für die Aufgaben am Wochenende.

Back Nine beschert Bernd Wiesberger den Cut

Lange musste Bernd Wiesberger auf sein erstes Birdie im Turnierverlauf warten: An Tag eins gelang es dem Österreicher an keiner einzigen Bahn, die Kugel unter Vorgabe ins Loch zu bugsieren. Auch am zweiten Tag musste sich der 30-Jährige eine Weile gedulden, bis schließlich der Bann gebrochen war.

Auf Bahn 8 fiel schließlich das erste Birdie und es schien wirklich, als sei der sprichwörtliche Knoten geplatzt. Wiesberger ließ noch fünf weitere Birdies folgen und zeigte ein paar außergewöhnliche Schläge. Zum Beispiel an Loch 11, als er aus dem Sand heraus einlochte. Mit einer 68er-Runde ließ Bernd Wiesberger den Vortag vergessen und zog bei Even Par ins Wochenende ein.

Alle Ergebnisse und Platzierungen gibt es hier im Livescoring auf einen Blick:

 

 

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Bernhard Küchler

Bernhard Küchler - Freier Autor für Golf Post

Zum Studium ins Rheinland gekommen, fühlt sich der gebürtige Münsterländer inzwischen als echter Kölner. Die bisherige journalistische Vita bewegte sich überwiegend im Fußball-Metier. Zuletzt veröffentlichte er einen Dokumentarfilm über den Drittligisten Fortuna Köln. Vielseitig sportbegeistert widmete sich der studierte Germanist den unterschiedlichsten Disziplinen. Klar, dass auch das Spiel um die kleine weiße Kugel dabei nicht fehlen darf!

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