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Pablo Larrazabal gewinnt zum zweiten Mal in München

28. Jun 2015
Glückseligkeit: Zum zweiten Mal schon hält Pablo Larrazabal die Trophäe der BMW International Openin Händen. (Foto: Getty)
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Der Sieger der BMW International Open 2015 ist Pablo Larrazabal. Als bester Deutscher schloss Marcel Schneider das Turnier im Heimatland ab.

Bei der BMW International Open in München-Eichenried schaffte es keiner der verbliebenen fünf deutschen Spieler, sich den Titel im Heimatland zu sichern. Das gelang stattdessen dem Spanier Pablo Larrazabal, der mit einer 66er Abschlussrunde die Konkurrenz mit einem Schlag Abstand hinter sich ließ und seinen vierten European-Tour-Titel und den zweiten seit 2011 bei dem Event auf deutschem Boden holte. Bester Deutscher blieb bis zuletzt Marcel Schneider, der den geteilten 20. Platz belegte.

Pablo Larrazabal mit erstem Saison-Triumph

Bisher hatte die laufender Saison für Pablo Larrazabal nicht allzuviel zu bieten gehabt. Ein dritter Platz bei der Trophee Hassan II in Marokko war bis dato seine einzige Top-TenPlatzierung geblieben und bei drei seiner vergangenen fünf European-Tour-Turniere hatte der 32-Jährige den Cut verpasst. Dieser Bilanz verpasste Larrazabal am Finaltag der BMW International Open eine Kehrtwende, die sich gewaschen hatte. Mit einer blitzsauberen 66 kletterte er im Tableau auf insgesamt 17 Schläge unter Par und damit an die Spitze des Feldes. Bei der BMW International Open war ihm 2011 schon einmal der Sieg geglückt. Aber nicht nur in Sachen Golfsport, sondern auch privat erlebt der Mann aus Barcelona einen Höhenflug: Diesen Sommer will er seine Freundin Gala Alten heiraten.  Und danach, im September, wird er dann auch beim zweiten Turnier auf deutschem Boden, der European Open, dabeisein.


Gratulation gab’s auch von Landsmann Sergio Garcia:

Bis zuletzt war dem Spanier kein geringerer als „Iceman“ Henrik Stenson auf den Fersen gewesen, doch sein Score von -16 hatte schlicht nicht ausgereicht, um den Führenden einzuholen. Stattdessen musste sich der Schwede trotz eines beeindruckenden Eagles an der 11 mit dem alleinigen zweiten Platz begnügen. Auch Engländer Chris Paisley, der schließlich mit -15 auf dem dritten Platz hinter dem Schweden landete, schaffte den benötigten Endspurt nicht um ein Playoff zu erzwingen.

Marcel Schneider und Max Kieffer ziehen positives Fazit

Der Gewinner unter den deutschsprachigen Teilnehmern im Feld blieb bis zum Schluss Marcel Schneider. Bereits an den letzten Tagen hatte er sich durch konstante Leistungen ausgezeichnet und auch heute bestätigte er erneut seine Form. Als einziger der fünf verbliebenen Deutschen im Feld gelangen dem 25-Jährigen mit seiner heutigen 70 vier Runden unter Par. Mit insgesamt neun Schlägen unter Par platzierte er sich in den Top 25 – das Turnier endete für auf T20. Verständlich, dass der Challenge Tour Spieler nach dem Ende seiner Runde sagte, er fahre „glücklich nach Hause“.

Mit sich im Reinen war nach Ende des Turniers auch Maximilian Kieffer. Der 25-Jährige sieht sein ärgerliches Doppelbogey kurz vor Schluss und seine Platzierung im Mittelfeld nicht so eng: „Man kann nicht jede Woche das Highlight erwarten“. Auch wenn es für ein Highlight nicht gereicht hat, für sieben Schläge unter Par und den geteilten 29. Platz aber schon.

Nochmal aufs Gas trat dafür Florian Fritsch, der mit seiner 68er Abschlussrunde nochmal einige Plätze gutmachte. Für eine Topplatzierung reichten seine sechs Schläge unter Par zwar bei weitem nicht, aber immerhin ging es für ihn nochmal 15 Plätze aufwärts auf T40.

Marcel Siem und Bernd Wiesberger unzufrieden

Eher enttäuscht über die eigenen Leistungen waren Marcel Siem und Österreicher Bernd Wiesberger. Siem sagte, er habe noch „zuviel Aggression im Spiel“, Wiesberger sprach von „Schwächephasen“. Während Wiesberger jedoch trotz, wie er sagt, „blöder Fehler“, mit -8 auf T27 landete, ging es für Marcel Siem nach seiner abschließenden Parrunde bei insgesamt -5 auf den geteilten 47. Rang.

Kaum ein Wort der Beschwerde gab hingegen das deutsche Schlusslicht im Feld, Anton Kirstein, von sich. Der Profi, der normalerweise auf der Pro Golf Tour zu finden ist, gab zwar zu, die drei Bogeys, mit denen er seine Finalrunde abschloss, „taten ein bisschen weh“. Aber grundsätzlich sei das große European-Tour-Event in München der „Oberhammer“ gewesen. Kirstein beendete das Turnier mit -3 auf dem geteilten 55. Platz.

Alptraum-Runde für James Morrison

Schlimmer kann ein Finaltag kaum laufen: Als Führender war Engländer James Morrison in den BMW-International-Open-Sonntag gestartet, doch seine freudigen Erwartungen erfüllten sich keineswegs. Nicht genug damit, dass ihm kein einziges Birdie gelang und er stattdessen fünf Bogeys notiert – an der 18 traf er dann auch noch in die Zuschauertribüne. Und selbst der Versuch, den Ball nach Ende der Runde als entschuldigend in die Reihen zu werfen, ging schief. Der Ball war zu kurz und landete statt bei den Zuschauern beinahe auf dem unter der Bühne ausgestellten Auto. Letztendlich wurde Morrison aber trotz Alptraum-Runde immerhin noch geteilter Elfter.


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Jacqueline Sauer

Jacqueline Sauer - Freie Autorin für Golf Post

Jacqueline mischt bei den redaktionsinterenen Tippspielen ganz vorne mit. Kein Wunder: Die großen und kleinen Namen des Golfs hat sie ständig im Auge, damit der nächste Tipp stets ein sicherer Treffer wird.

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