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Bernhard Langer: „Golf macht mir einfach noch viel zuviel Spaß“

23. Sep 2015
Bernhard Langer ist zurück in Deutschland: Im Rahmen der European Open sprach er am Mittwochabend mit der Presse. (Foto: Getty)
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Bernhard Langer spricht bei der European Open über sein Leben in den USA, den Golfernachwuchs in Deutschland und seine Umstellung auf den kurzen Putter.

Bernhard Langer ist zurück in Deutschland. Erstmals seit der WINSTONgolf Senior Open im September letzten Jahres tritt der Wahlamerikaner wieder in einem Turnier in seiner Heimat an. Langer ist aktuell auf der Champions Tour wieder ganz vorn mit dabei: Dritter der Gesamtwertung und Titelaspirant für die Saisonwertung. Obwohl dieses Wochenende im Charles Schwab Cup wieder gespielt wird, ist Langer nach Deutschland gereist, um die Porsche European Open zu unterstützen.

„Am Montagnachmittag bin ich gelandet und ein bisschen Jetlag habe ich noch, aber der dauert in der Regel nur drei Tage und wird hoffentlich am Freitag ganz weg sein“, so der Deutsche vor dem Start am Donnerstag in der Pressekonferenz vor der European Open in Bad Griesbach. Die hatte einige Highlights zu bieten:


Golf Post: Sie spielen sehr erfolgreich in Amerika. Wenn man sich anguckt, dass in Europa auch ein Miguel Angel Jimenez auf der European Tour noch stark spielt: Wie groß ist da der Wunsch, öfter mal dabei zu sein?

Bernhard Langer: Ich habe jahrelang auf der European Tour gespielt und auch jahrelang auf der PGA Tour. Die letzten acht Jahre bin ich sehr glücklich auf der Champions Tour und werde dort wohl auch den Großteil meines Turniergolfs zu Ende spielen. Es macht Spaß, das eine oder andere Turnier wie das Masters, die British Open oder Turniere in Deutschland mitzuspielen. Ich habe das aber eben jahrelang gemacht und mir macht es so Spaß, wie es jetzt ist.

Golf Post: Was gefällt Ihnen so viel besser an der Champions Tour?

Bernhard Langer: Es sind alles Kollegen in meinem Alter. Wir kennen uns seit vielen, vielen Jahren. Die Plätze sind im Durchschnitt ein bisschen kürzer als das, was wir hier vorfinden. Wir spielen zudem zum Großteil drei Tage, ein paar Turniere gehen auch über vier Tage, aber man kann das ganze Leben anders planen. Ich verpasse seit acht Jahren keinen Cut auf der Champions Tour, wodurch man Flüge planen kann. Das Familienleben ist ein bisschen anders, weil ich genau weiß, wann ich heimkomme und wann ich wieder wegfliege. Das macht das Ganze sehr angenehm. Wir spielen zum Großteil auch nur mit 80 Leuten in der Woche und damit alle zur gleichen Zeit. Man hat nie um 6:40 Uhr in der Früh eine Tee Time – es ist immer zwischen zehn und 13 Uhr. Alle haben die gleichen Bedingungen. Das leuchtet ein, macht Sinn und für den Beteiligten mehr Spaß. Ich kann mich an Zeiten erinnern, als ich um 6:50 Uhr abschlagen musste. Da war es noch halb dunkel, richtig nass und zum Teil kalt da draußen. Oder eben nachmittags um 15:00 Uhr. Dann spielt man bis abends, isst schnell etwas und muss morgens früh wieder raus.

Golf Post: Sie waren der erste große Golfer, den Deutschland hatte. Jetzt ist da außerdem noch Martin Kaymer, Max Kieffer, Moritz Lampert – da sind ein paar gute Namen nachgekommen. Wie bewerten Sie die Golfentwicklung in Deutschland in den letzten Jahren?

Bernhard Langer: Im Breitensport kenne ich mich nicht so gut aus, aber im Profibereich ist auf jeden Fall sehr positiv zu sehen, dass wir inzwischen elf Spieler auf allen Touren haben; ob das bei den Damen der Fall ist, auf der PGA Tour, Challenge Tour oder European Tour, ist vollkommen egal – es sind Deutsche vertreten. Und wir haben Talente, wir haben Spieler, die richtig gut sind. Ich habe auch mit dem Maximilian [Rottluff] gesprochen, der noch ein paar Monate studieren muss, aber das ist ein Riesentalent.
Also wir haben schon Leute, die ganz vorn mit dabei sein können. Das ist auch toll zu sehen, dass sich ein bisschen was tut und nicht alles auf Martin Kaymers Schultern liegt, sondern es noch vier bis fünf andere gibt, die Erfolge einspielen können.

Golf Post: 2016 kommt das Anchoring-Verbot. 2013, kurz nachdem das Anchoring-Verbot beschlossen wurde, wurde kolportiert, dass Sie gesagt hätten, dass Sie dann nicht mehr spielen wollen. Nun hat man Sie aber bereits mit dem kurzen Putter üben sehen.

Habe ich nie gesagt, dass ich dann nicht mehr spielen will, da macht mir Golf einfach viel zuviel Spaß. Das muss Ihnen wohl jemand anderes erzählt haben. Vielleicht heißt der auch Langer… (Gelächter).
Nein, ich muss natürlich den Regeln entsprechend spielen und werde einen Weg finden, anders zu putten. Ich habe ja davor, etwa 70 Prozent meiner Karriere, auch anders geputtet, nur die letzten 17 Jahre eigentlich mit dem langen Putter. Da wird sich schon ein Weg finden. Ich habe mir einige Putter machen lassen und tingel‘ ein bisschen damit rum, aber richtig losgehen wird es wohl erst im November, wenn die Saison vorbei ist.

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Juliane Bender

Juliane Bender - Leitende Redakteurin bei Golf Post von Juli 2012 bis Februar 2016

Juliane ist Diplom-Sportwissenschaftlerin. Für sie ist das Faszinierende an Golf: Der Sport ist ein guter Lehrmeister, nicht nur, wenn man gerade den Schläger schwingt. Sie finden Juliane Bender auch unter Google+
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