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Ritthammer: „Möchte etablierter European-Tour-Spieler sein“

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18. Feb 2015
Bernd Ritthammer meint, seine Zeit sei reif - mit Vollgas auf die European Tour.. (Foto: Getty)
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Bernd Ritthammer steht Golf Post Rede und Antwort zum Kategorien-Wirr-Warr, seinem Tour-Leben und dem Mann an der Tasche.

Bernd Ritthammer hat Ende 2014 über seine Position auf der Rangliste der Challenge Tour den Sprung auf die European Tour geschafft. Das gelang ihm schon einmal im Jahr 2012. Damals spielte sich der gebürtige Nürnberger in eine negative Spirale, wie er sagt. Er spielte schlecht und erreichte bei 13 European-Tour-Auftritten nicht ein Mal das Wochenende. Doch 2015 soll anders werden, so Ritthammer im Gespräch mit Golf Post, denn er ist reifer geworden. „Ich glaube, dass es inzwischen wirklich an der Zeit ist, auch auf der großen Bühne mal loszulegen.“

Bei der South African Open Mitte Januar, seinem bisher einzigen Turnier 2015, war nach zwei Tagen Schluss. Am kommenden Wochenende startet Bernd Ritthammer in Neu Delhi Versuch Nummer zwei. Bei der Hero Indian Open soll es zum ersten Cut reichen, die Konkurrenz beim Turnier ist übersichtlich, zumindest was die ganz großen Namen angeht. Ein guter Zeitpunkt also, um ordentlich aufs Gas zu drücken.


Bernd Ritthammer im Interview mit Golf Post

„Das Kategorien-System beim Golf ist relativ kompliziert“

Besser als Bernd Ritthammer kann man es wahrscheinlich nicht auf den Punkt bringen. In 20 Kategorien ist geregelt, welche Spieler bei welchen Turnieren welche Startrechte haben. Ritthammer hat es mit Kategorie 16 zwar nicht schlecht getroffen, doch was die Saison-Planung angeht kein einfaches Los. Ganz sicher, ob er bei einem Turnier dabei sein kann oder nicht, wird er häufig erst in den letzten Tagen vor dem Turnier sein können. Da ist Spontanität gefragt und auch die ausgeprägte Fähigkeit, im Flugzeug erholsamen Schlaf zu finden.

Bernd Ritthammer schwört auf Fitting

Schon seit er zwölf Jahre alt ist spielt Bernd Ritthammer das Equipment der japanischen Schlägerschmiede Honma. Er wurde dabei vom Clubfitter Dietmar Erhardt „entdeckt“, der neben vielen Profigolfern auch Top-Jugendliche in Bayern mit seiner Firma Classic Club Repair seit über 15 Jahren mit seiner Expertise unterstützt und bei dem Bernd seitdem regelmäßig seine Schläger auf ihn persönlich einstellen lässt. Für Ritthammer ist das ein Wohlfühlfaktor, wenn er weiß, dass die Schläger perfekt zu ihm passen und er sich darüber keine Sorgen zu machen braucht.

Bernd Ritthammer denkt kompetenzorientiert

Was seine Ziele sind, darüber ist sich Bernd Ritthammer im Klaren: „Ich bin golferisch endlich gut genug, um es zu schaffen, ein etablierter European-Tour-Spieler zu werden.“ Ritthammer spricht davon, sachlich an seinem Spiel und seiner Karriere zu arbeiten, um zu erkennen, „an welchen Schrauben gedreht werden muss, damit die Ergebnisse am Ende auch stimmen.“

Denn letzten Endes hängt im Golf alles davon ab, wie die Resultate sind. Das macht die Auftritte auf der European Tour auch so wertvoll. „Wenn man eine gute Saison auf der Challenge Tour spielt, dann spielt man gerade so kostendeckend.“ Die European Tour ist demgegenüber, was Preisgelder und Sponsorenverträge angeht, eindeutig eine andere Hausnummer.

Mit festem Caddie auf die European Tour

Oliver Briggs heißt der gute Mann, dem Bernd Ritthammer aktuell seine Tasche anvertraut. Kennengelernt haben sich die beiden Ende 2014 auf der Challenge Tour, und wie es im Leben manchmal so kommt, ließ die erste Zusammenarbeit nicht lange auf sich warten. „Ich hab‘ das Gefühl, dass das sehr sehr gut passen könnte“, meint Bernd Ritthammer. Doch erstmal heißt es nichts überstürzen. Nach den nächsten vier, fünf Turnieren wollen sie zusammen ein Zwischenfazit aufstellen und ausloten, wie es weitergeht. Eines haben die zwei auf jeden Fall gemeinsam: Sie sind erfolgshungrig und haben in nächster Zeit einiges vor.

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Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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