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„Barclays“-Sieger Hunter Mahan zerbricht im Jubel den Pokal

25. Aug 2014
Bei der Siegerehrung war sie noch ganz: Im Jubel Hunter Mahans ist der Barclays-Pokal später in zwei Teile zerbrochen. (Foto: Getty)
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Phil Mickelson zockt mit Zuschauer, Steve Stricker fällt als Pick aus und ein Dreijähriger spielt Golf mit links. Die Back Nine.

Der Auftaktsieg im FedExCup-Playoff war Hunter Mahans erster Erfolg seit der Shell Houston Open am 1. April 2012. Entsprechend ausgelassen und beflügelt vom Umstand, dass ihn am 18. Grün überraschend Ehefrau Kandi und Töchterchen Zoe erwarteten, absolvierte der 32-Jährige seine Presse-Termine. Dabei ging sogar der „Barclays“-Pokal zu Bruch: Für ein Foto mit dem behinderten David Finn stellte Mahan die Kristall-Vase derart unsanft auf den Boden, dass der Fuß abbrach. „Das können wir kleben“, nahm er sein Missgeschick gelassen. Jetzt steht der nunmehr sechsfache Tour-Sieger als potentieller Captain‘s Pick von Tom Watson für den Ryder Cup ganz oben. An den Kontinentalwettbewerb freilich hat Mahan schlechte Erinnerungen: 2010 verlor er in Wales das entscheidende Einzel gegen Graeme McDowell und kollabierte anschließend emotional.

Phil Mickelson verliert 20 Dollar

Phil Mickelson ist ganz nah bei den Fans. Nicht nur, dass der Linkshänder bei „The Barclays“ zwei Annäherungsschläge aus dem Hospitality-Bereich spielte: Am Samstag wettete er im Rough des 18. Fairways mit einem Zuschauer auf ein Birdie. Einsatz fünf Dollar, Unentschieden bei Par, 4:1-Quote, falls „Lefty“ es nicht schaffen sollte. Mickelson, der den zweiten Cut ohnehin verpasste, spielte ein Bogey und berappte 20 Dollar. Damit verstieß er allerdings gegen das Wettverbot der PGA Tour.

Seung-Yul Noh spielt vom falschen Grün

Er hätte jemanden fragen sollen, der sich auskennt: Seung-Yul Noh kassierte bei der „Barclays“ zwei Strafschläge, weil er nach einem verirrten Abschlag an der Elf, der auf dem Grün von Loch drei gelandet war, unbeirrt von der Putt-Oberfläche aus seinen zweiten Schlag gespielt und dabei ein tiefes Divot hinterlassen hatte. Gemäß Regel 25-3 ist das Spielen von einem falschen Grün verboten und straflos Erleichterung in Anspruch zu nehmen.

Steve Stricker muss als Pick passen

Tom Watson ist wahrlich nicht zu beneiden: Jetzt fällt dem US-Ryder-Cup-Teamchef auch noch Steve Stricker aus, den er als dritten Vize-Kapitän nominiert, angesichts der Personalmisere aber auch als Spieler-Ass für einen Pick im Ärmel hatte. Stricker muss mit Bandscheiben- und Hüftproblemen bis Dezember pausieren. Wenigstens hat sich der ebenfalls am Rücken laborierende Matt Kuchar mit T5 bei der „Barclays“ zurückgemeldet.

Bubba Watson: Autos für den Caddie

Großzügiges Sorry: Bei der PGA Championship hat Bubba Watson (mal wieder) seinen Caddie angepflaumt, weil Ted Scott während eines Regengusses die Schlagfläche des Drivers angeblich nicht ordentlich abgetrocknet und der zweifache Masters-Sieger deshalb seinen Abschlag verzogen habe. Als Wiedergutmachung ließ Watson seinem Caddie zwei nagelneue Autos, eine Lexus-Limousine und ein Toyota-SUV, vor die Tür stellen. Zudem entschuldigte er sich während einer „Barclays“-Pressekonferenz in aller Form „für meine Fehler“.

Chella Choi: Rückzug statt Strafe

Uneinsichtig: Am zweiten Tag der Canadian Pacific Women’s Open leistete sich Chella Choi einen klaren Regelverstoss, als sie auf dem zehnten Grün ihren Ball beim Ausrichten links von der Markierung platzierte, obwohl der zuvor auf der rechten Seite gelegen hatte – eine Veränderung der Balllage von mehr als zweieinhalb Zentimetern (Regel 16-1b). Choi erklärte beleidigt ihren Rückzug vom Turnier, bevor die Strafe von zwei Schlägen ausgesprochen wurde.

Golfender Obama eckt wieder an

Barack Obama gießt neues Wasser auf die Mühlen seiner Golf-Kritiker: Unmittelbar nach seiner Pressekonferenz zur Tötung des US-Journalisten James Foley durch die IS-Terroristen wurde der amerikanische Präsident auf dem Golfplatz von Martha‘s Vineyard gesichtet. Obwohl Obama im Kurzurlaub war, halten Beobachter dieses Timing für wenig sensibel.

Olympia-Golfplatz zu „59 Prozent“ fertig

Es geht voran auf dem olympischen Golfplatz: Nach Angabe des Organisationskomitees (OK) für die Spiele in Rio 2016 ist das Gil-Hanse-Layout zu „59 Prozent fertig gestellt“. Wie auch immer diese Zahl errechnet wurde: Fünf Bahnen sind vollständig grün, die Beregnung erreicht mittlerweile zwei Drittel des Platzes. Das OK teilte zudem mit, dass auf dem Kurs am 15. August 2015 erstmals Golf gespielt werden soll.

Dreijähriger verblüfft trotz Behinderung

Er kam ohne rechte Hand und rechten Unterarm zur Welt und schlug mit 18 Monaten seinen ersten Golfball, jetzt ist Tommy Morrissey aus Florida drei Jahre alt und schlägt mit seinem Kinder-Driver 90-Meter-Bälle:

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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