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Kufen-Träume und eine türkische Kopfnuss

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15. Okt 2012
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Große Gaudi: In Belek wurde ein Fotograf zu aufdringlich und der Frys.com-Gewinner spielt lieber Eishockey als Golf.

Ob Puck oder Golfball ist jetzt auch nicht mehr wichtig – den Pokal der Frys.com Open hat er sich verdient. (Foto: PGA)


Eishockey oder Golf? Golf, wohl oder übel. Das neue Golfsternchen und Frys.com-Open-Sieger Jonas Blixt ist eigentlich leidenschaftlicher Eishockeyspieler und träumt von einer erfolgreichen Karriere auf Kufen. Daraus wird aber nichts, weil Blixt die nötige Körpermasse fehlt: „Ich war nicht groß und nicht gut genug. Dass ich dort nicht mitspielen kann, bringt mich fast um.“ Den Umgang mit dem Schläger hat Blixt aber hervorragend verinnerlicht und ruft sein Können mit dem Spielgerät jetzt im Golfsport ab. Direkt in seiner ersten Saison als Profispieler holt er sich den Sieg eines PGA Events: Mit 68 Schlägen zog er in der Finalrunde am Sonntag ins Clubhaus ein. „Golf ist eine Sportart, die zu mir passt“, erklärt der 28-Jährige, dem sein Sieg bis 2014 eine Spielberechtigung für die PGA Tour garantiert.

Kieffer mit neuem Platzrekord in Tschechien

Dagegen spielte Kieffer bei den Czech Open in Drìtec am Samstag nach eigener Aussage „die beste Runde seines Lebens“. Am zweiten Spieltag stellte der 22-Jährige mit sieben gespielten Birdies und einem Eagle einen neuen Platzrekord von 63 (-9) im Kunetická Hora Golf Club auf. Für ihn geht es immernoch um die Qualifikation für die European Tour für das nächste Jahr.

Sandra Gal mit solider Leistung in Malaysia

Im deutschen Damengolf konnte die Düsseldorferin Sandra Gal am Wochenende in Kuala Lumpur überzeugen. Bei der Malaysian Open belegte sie den 30. Rang und spielte in der Schlussrunde eine 71. Den Sieg in diesem Turnier holte sich die Südkoreanerin Park Inbee mit ingesamt 269 Schlägen.

Fotograf bekommt Kopfnuss

Während sich die internationale Golfelite in der letzten Woche im türkische Belek traf, kam es zu einem peinlichen Zwischenfall: Der Präsident Ahmet Agaoglu verpasste einem hartnäckigen Fotografen, den er in Tiger Woods‘ Linie stehen sah, einen Kopfstoß. Woods war gerade am Abschlag im Duell gegen Charl Schwartzel als der türkische Verbandspräsident ihn mit seiner unerwarteten Hilfe überraschte. Agaoglu entschuldigte sich hinterher für diesen Vorfall.

Aber nicht nur in der Türkei gab es emotionale Ausbrüche. Dass auch Profigolfer nicht immun sind gegen einen schlechten Tag auf der Arbeit, zeigte sich am Freitag, als Brittany Lincicome bei der Malaysian Open nach ihrem dritten verpassten Cut und einer Runde mit +4 twitterte: „Golf is SOOO dang frustrating :-( Can’t wait for the year to be over!!!!!!!!!!!“ (dt.: „Golf ist so frustrierend! Ich kann es kaum abwarten, dass das Jahr endlich zuende geht.“)

Naturschutz und Golf – ist das möglich?

Beim Golfspiel befindet man sich in der freien Natur und tut etwas für seine Gesundheit. Dieser Tatsache ist sich jeder Golfer bewusst, doch die Frage, die man sich stellen kann: Ist Golf auch gut für die Natur? Der Generalbevollmächtigte Wolfgang Künneth vom Eglinger Golf Club erklärt, dass gerade einmal 15 % eines Golfplatzes intensiv genutzt sind und die restliche Fläche weitgehend in Ruhe gelassen werde.“

Die Zusammenarbeit mit Golfern wird durch das Programm Golf & Natur gefördert, an dem deutschlandweit 126 Golflclubs teilnehmen. Das langfristige Ziel des deutschen Golfverbands ist es sich durch ein durchdachtes Umweltmanagement der Golfanlagen am Naturschutz zu beteiligen. Gerade bei jüngeren Golfern bekommt das Konzept positive Resonanz und könnte bei der Auswahl der Heimatclubs eine entscheidende Rolle spielen.

Kathrin Ivenz

Kathrin Ivenz - Redakteurin bei Golf Post

Bunker sind ihre absoluten Feinde und auch das kurze Spiel macht ihr immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Das Single-Handicap muss daher noch warten. Der Golfclub Am Alten Fliess ist ihr Heimatclub und irgendwann wird sie auch dort aus jeglichen Bunkern die schönsten Bälle herauszaubern.
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