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Aus für „Beef“ Johnston: Nun droht Abgang von der PGA Tour

Allerlei von der PGA Championship: Quail Hollow wie US Open, Koepka fühlt sich schlecht, Mickelson ist raus, McIlroy als Erzähler.

Die Amerikaner mussten sich bei der PGA Championship 2017 von ihrem neuen Publikumsliebling, Andrew
Die Amerikaner mussten sich bei der PGA Championship 2017 von ihrem neuen Publikumsliebling, Andrew "Beef" Johnston verabschieden. (Foto: Getty)

Verlust: Schon vor dem Cut musste einer der Publikumslieblinge dieser 99. PGA Championship Adé sagen. Andrew „Beef“ Johnston quälte sich mit einer Schulterverletzung durch die erste Runde und gab nach der 78 auf. Damit nicht genug, muss der 28-jährige Engländer jetzt auch um seine Mitgliedschaft auf der PGA Tour bangen, was sehr milde ausgedrückt ist.

Als 185. im FedEx-Cup, 108. der Welt und mit bloß einer Top-10-Platzierung in dieser Saison müsste „Beef“ nächste Woche bei der Wyndham Championship richtig zuschlagen, um sich den erneuten Quali-Weg in die Finalserie der Web.com-Tour zu ersparen. Mit der Schulterverletzung freilich sieht es diesbezüglich eher mau aus. Johnston liebäugelt selbst schon mit der Rückkehr: „In Europa ist es auch schwierig, aber das hier war ein sehr schmerzhafter Lernprozess.“

Führungs-Duo schoss vergleichsweise hoch

Stellvertreter: Manche sagen, die 99. PGA Championship in Quail Hollow wird so anspruchsvoll und schwierig, wie es die US Open in Erin Hills hätte sein sollen. Jedenfalls entpuppt sich der Kurs nahe Charlotte in North Carolina als gehöriges Biest, vor allem durch die stark ondulierten und extrem schnellen Grüns. So lag das Durchschnittsergebnis des Felds auf dem Par-71-Layout denn auch bei satten 74,7 Schlägen, und die 67er Runden des Spitzenduos Thorbjørn Olesen und Kevin Kisner sind der höchste Führungsscore seit 2010, als Matt Kuchar in Whistling Straits ebenfalls eine 67 spielte. Bemerkenswert ist auch, dass beide die „Green Mile“ mit einem Birdie beendeten.

Koepka, die „Panzerfaust in Golf-Klamotten“

„I shot the Sheriff“: US-Open-Champion Brooks Koepka sorgte gestern für Aufregung, als einer seiner 300-Meter-Drives auf der Bahn 16 einen Marshal am Kopf traf. Der Ball hatte so viel Tempo, dass er eine blutenden Platzwunde hinterließ und geschätzte 50 Meter zurück ins Fairway prallte. „Es klang, als hätte der Ball einen Baum getroffen“, sagte ein Augenzeuge, Koepka fühlte sich ob seines Ausrutschers „echt besch...“, dem Marshal geht es trotz allem gut, und „Golf Digest“ bezeichnete Koepka als „Panzerfaust in Golf-Klamotten“.



So schlecht war Mickelson nie beim PGA-Major

Frustrierend: So hatte sich Phil Mickelson den Auftakt zum 100. Major nicht vorgestellt. Nach der Jubiläumstorte für ihn und Ernie Els brockte sich „Lefty“ acht Bogeys ein. Die 79 war die schlechteste seiner bislang 95 Runden bei einer PGA Championship. Nach 14 geschafften Cuts in Serie bei den PGA-Tour-Turnieren in Quail Hollow dürfte Mickelson es nicht ins Wochenende schaffen und bleibt damit erstmals seit 2007 in einer Saison ohne mindestens Top-10-Platzierung bei den Majors. Den Siegerscore erwartet Mickelson übrigens „rund um Par“.

Loch 4 wird zum Aufreger

Verschlimmbessert: Die Überarbeitung von Quail Hollow hat nicht nur positive Auswirkungen. Auch wenn die meisten Spieler den Platz durch die „Wells Fargo“ ziemlich gut kennen, entwickelt sich vor allem Loch 4 zum Aufreger. Das 168 Meter lange Par-3 hat ein extrem welliges, fast hügeliges Grün, das selbst gut gezielte Bälle unkontrolliert auf dem „Tanzboden“ verspringen lässt. Tony Finau nannte die 4 „riskant“. Brooks Koepka meinte: „Etwas flacher, wäre sie besser.“ Grayson Murray findet sie „absurd“. Nur Joost Luiten hatte am Grün nichts auszusetzen – der Niederlände musste dank seines Hole-in-one aber auch nicht putten…



McIlroy: Bewerbungsflut und Erzähler-Job

Durchwachsener Auftakt: Wenn man Mitfavorit bei einem Major ist, kann eine Über-Par-Auftaktrunde nicht zufrieden stellen, selbst wenn der vermeintlich schärfste Konkurrent Jordan Spieth ebenfalls nur einen +1-Durchgang zuwege bringt. Aber wenigstens ist Rory McIlroy mit der Caddie-Situation zufrieden. Nach der Trennung von J.P. Fitzgerald hat der Weltranglistenvierte seinen „Best Buddie“ und Trauzeugen Harry Diamond an der Tasche, obwohl „Rors“ mit Bewerbungen für den Looper-Job „förmlich überschwemmt“ wird. Nach der PGA Championship soll eine endgültige Entscheidung zum Caddie-Job fallen. Derweil hat McIlroy erneut sein Herz für die gute Sache bewiesen und sich als Erzähler für eine Story des „Golf Channel“ über den zwölfjährigen Golfer Traden Karch und sein Schicksal nach einem tragischen Autounfall und schweren Kopfverletzungen zur Verfügung gestellt.

TNT und das Kilometer-Neuner

Tippfehler: Dass die Driving Range von Quail Hollow für Rory McIlroy beinahe zu kurz ist und er die Golfbälle scheinbar bis auf den Mond hauen kann, haben wir gestern schon thematisiert. Aber ein Eisen 9 über 1.179 Yard (1.078 Meter), wie gestern eine Einblendung des Senders „TNT“ verhieß, schafft der Nordire dann doch nicht. Offenbar hat sich in die Entfernungsangabe eine zusätzlich „1“ verirrt, es hätte wohl 179 Yards (164 Meter) lauten müssen, auch schon ambitioniert für ein Neuner. Nicht der einzige Fauxpas von TNT, das die ersten beiden Tage dieser 99. PGA Championship überträgt und für seine Kommentatoren allerhand Kritik einheimst.





Phelps holt sich Inspiration

Verfolger: Das passt, Golf-Amerikas „Golden Child“ und der „goldigste“ Schwimmer aller Zeiten. Gestern machte Michael Phelps, 23-facher Olympiasieger, seinem Kumpel Jordan Spieth die Aufwartung und begleitete samt Ehefrau Nicole Johnson den auf Dauer etwas puttschwachen Texaner und seine Spielpartner Brooks Koepka sowie Sergio Garcia „inside the ropes“. Phelps selbst hat sich vorgenommen, es in diesem Jahr auf Handikap 5 zu bringen, Inspiration hat er jetzt ja genug…

Westwood spielt mit 55,6-Millionen-Ballast

Rucksack: Lee Westwood spielt mit einem ordentlichen Ballast auf dem Buckel. Genauer gesagt: 55,6 Millionen Euro. So viel Abfindung verlangt jedenfalls Noch-Ehefrau Laurae, die gegen den einstigen Weltranglistenersten aus England Scheidungsklage eingereicht hat und ihn der Untreue schon vor der 2015er Trennung nach 16 Ehejahren bezichtigt. Das ist ziemlich genau die Summe, die der mittlerweile mit Helen Storey liierte „Westy“ im Lauf seiner Karriere an Preisgeldern verdient hat.

„Tick-tick“ mit Justin Bieber

Zum Schluss: US-Showstar Justin Bieber ist Golffan, kam besonders wegen seines Kumpels Bubba Watson nach Quail Hollow, um das Training zu verfolgen. Und zeigt unter Anleitung von Wesley Bryan selbst ein gewisses artistisches Talent mit Ball und Schläger. Wenigstens singt er nicht, aber das ist eine persönliche Anmerkung…

@justinbieber has got some serious skills via: @tommyo2386

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