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Auflösung des Gerüchts der Woche: Gedankenspiel zum Handicap

30. Mrz 2015
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Sie haben das Gerücht der Woche in der Golf Week gelesen? Keine Sorge, eine Handicap-Abschaffung steht nicht bevor. Aber was wäre eigentlich, wenn doch?

Das Handicap ist eines der liebgewonnenen Errungenschaften des deutschen Golfers. Jeder hat eins und der eine pflegt es mehr als der andere, aber alle freuen sich, wenn es sich wieder ein kleines oder größeres bisschen verbessert hat.

Umso erschreckender wäre es für viele, wenn das Handicapsystem abgeschafft würde. Da können wir direkt Entwarnung geben: Das Handicap bleibt bestehen, es ist keine Abschaffung geplant. Aber das Gedankenspiel ist interessant: Wie wäre Golf, wenn es das Handicap nicht gäbe?


Wie wäre Golf, wenn es das Handicap nicht gäbe?

Die Stammvorgabe, wie das Handicap auch genannt wird, ermöglicht es Golfern unterschiedlichsten Spielniveaus zusammen zu spielen und sich zu messen. Dabei kann ein absoluter Anfänger zusammen mit einem guten Spieler Spaß haben und in der sogenannten „Netto-Wertung“ sogar gewinnen, wenn er im Verhältnis zur Spielstärke eine bessere Runde gespielt hat. Etwas Vergleichbares gibt es in keiner anderen Sportart. Man stelle sich nur einmal vor, als Anfänger gegen einen Profi im Fußball, Tennis oder Badminton antreten zu müssen; der Einsteiger hätte wenige bis gar keine Erfolgerlebnisse bei einer solchen Begegnung. Im Golf hingegen spielt jeder für sich und gegen seine Stammvorgabe, die er zu unterbieten versucht.

Handicap seit Anfang des 20. Jahrhunderts

Eingeführt wurde das Handicap Anfang des 20. Jahrhunderts, als sich auch die Par-Vorgabe etablierte. Die erste Liste mit offiziellen Handicaps wurde in den USA veröffentlicht und datiert von 1911. Hintergrund: Golfer wollten Wetten platzieren können und dafür brauchten sie Orientierungswerte bezüglich der Bahnen und Golfplätze. Wieviele Schläge benötigen die meisten Spieler für eine Bahn? Welcher Spieler schafft es in weniger Schlägen? Mit der Etablierung dieser Durchschnittsleistungen für eine Bahn entwickelte sich später das Handicap in Anlehnung an die Leistungen der Spieler auf diesen Plätzen.

Die Forderung, das Handicap abzuschaffen, wird immer mal wieder in unterschiedlichen Zusammenhängen laut. Die Motive sind sehr unterschiedlich; manche halten das Berechnungssystem für zu kompliziert, andere argumentieren, dass besonders Anfänger und Nicht-Wettkampf-Spieler auf ihr Handicap verzichten können.

Fest steht, Golf wäre ohne die Stammvorgabe eine sehr viel einseitigere Angelegenheit. Anfängern erleichtert das Handicap den Einstieg ins Turniergolf, wo sie ohne ein Handicap von guten Golfern sonst in allen Belangen des Spiels dominiert würden und jahrelang kaum Erfolgserlebnisse verzeichnen könnten. Das Handicapsystem schafft eine Vergleichbarkeit in der Golfergemeinschaft, die in der gesamten Sportwelt ihresgleichen sucht.

Was favorisieren Sie: Golfsport mit oder ohne Handicap?

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