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Audemars Piguet: Schweizer Handwerskunst und Golfengagement

Der Schweizer Uhrenhersteller Audemars Piguet ist groß im (Golf-) Geschäft und sponsored einige Hochkaräter. Ein ehemaliger Profi macht's möglich.

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25. Sep 2017
Golf Post hatte die Chance den Uhrenhersteller Audemars Piguet zu besichtigen und dabei Danny Willett und Paul Dunne zu treffen, die von den Schweizern gesponsored werden. (Foto: Audemars Piguet)


Wer die European Tour und die PGA Tour regelmäßig und aufmerksam verfolgt, der wird von einem der bekanntesten Uhrenhersteller der Welt teilweise erschlagen. Beim Masters in Augusta, bei der Open Championship und auf allen Zeitanzeigern der Touren omnipräsent, stehen sie dauerhaft im Fokus. Nicht ganz so offensichtlich und vielmehr auf den Golfprofi an sich fokussiert, engagiert sich ein weiterer Uhrenhersteller aus den Top drei der Welt und setzt dabei auf Spieler, die größtenteils integer und erfolgreich unterwegs sind. Die Rede ist natürlich vom Schweizer Uhrenhersteller Audemars Piguet.

Audemars Piguet steht für Spitzengolfer und Schweizer Handwerkskunst

Das in Le Brassus, unweit vom Genfer See ansässige Familienunternehmen gehört zu den ältesten Uhrmanufakturen der Welt und hat sich aus dem kleinen Tal in der Schweiz ein Imperium aufgebaut, das weit über die Herstellung erstklassiger Uhren hinausgeht. Im Golfsport angekommen und sich sichtlich wohlfühlend, unterstützen die Schweizer eine Handvoll ausgewählter Profis als Sponsor und fördern den Golfsport darüber hinaus auf anderen Wegen.

In der Audemars Piguet Zentrale in Le Brassus, Schweiz, traf Golf Post Danny Willett und erhielt Einblicke in die Uhrmacherei und die Geschichte des Unternehmens. (Foto: Golf Post)

In der Audemars Piguet Zentrale in Le Brassus, Schweiz, traf Golf Post Danny Willett und erhielt Einblicke in die Uhrmacherei und die Geschichte des Unternehmens. (Foto: Golf Post)

Möglich gemacht wird diese Form der besonderen Zuwendung und Unterstützung durch den aktuellen CEO von Audemars Piguet, François-Henry Bennahmias. Für den ehemaligen Profigolfer ist der schönste Sport der Welt selbstverständlich eine Herzensangelegenheit, weshalb er das Sponsoring im Golfsport auch kurzerhand zur Chefsache erklärt hat und in diesem Bereich nichts dem Zufall überlässt. Dem Golfsport und besonders den Athleten kann es nur gut tun.

Im Fokus steht bei Audemars Piguet nämlich im Gegensatz zum wohl allseits bekannten Konkurrenten mit den fünf Buchstaben das Sponsoring ausgewählter, junger Profis. Diese werden früh, meist zu Beginn ihrer Karrieren "gecastet" und anschließend intensiv begleitet und unterstützt. So verhält es sich zum Beispiel auch mit dem jungen Iren Paul Dunne.

Paul Dunen legte bei seinem Besuch der Audemars Piguet Manufaktur gleich selbst Hand an. (Foto: Audemars Piguet)

Paul Dunen legte bei seinem Besuch der Audemars Piguet Manufaktur gleich selbst Hand an. (Foto: Audemars Piguet)

Bei der Open Championship 2015 noch als Amateur am Start, spielte er sich auf die große Bühne und startete am Finaltag im letzten Flight auf dem prestigeträchtigsten aller Plätze, dem Old Course in St. Andrews. Kurz darauf erfolgte auch der Wechsel ins Profilager und Audemars Piguet wurde auf den jungen Profi aufmerksam und sagte ihm die Unterstützung zu.

Ähnlich verhielt es sich mit dem inzwischen zu den Majosiegern zählenden Engländer Danny Willett. Auf der European Tour in der Saison 2012 in Deutschland bei der BMW International Open erstmals siegreich, setzte er 2015 endgültig zum ganz großen Wurf an. Siege auf der European Tour folgten und als Krönung eröffnete Willett die Saison 2016 mit dem Sieg beim Masters in Augusta.

Der bekennende Uhrenfan Danny Willett fühlte sich bei seinem Sponsor sehr wohl und tauchte ins Geschehen ein. (Foto: Audemars Piguet)

Der bekennende Uhrenfan Danny Willett fühlte sich bei seinem Sponsor sehr wohl und tauchte ins Geschehen ein. (Foto: Audemars Piguet)

Auch hier bewies Audemars Piguet Weitsicht und ein Händchen für kommende Stars. Die Schweizer Uhrenmanufaktur gesellte sich 2014 an die Seite des Ryder-Cup-Spielers und unterstützt ihn seitdem in guten, wie in schlechten Zeiten. Bei unserem Besuch in Le Brassus hatten wir die Chance mit Danny Willett ein ausführliches Interview zu führen und dabei auch über seine intensive Beziehung zu seinem Sponsor Audemars Piguet zu sprechen.

Neben diesen beiden Spitzengolfern pflegt Audemars Piguet ein erlesenes "Portfolio" zu dem die Weltklassespieler Lee Westwood und Henrik Stenson ebenso gehören, wie der extrovertierte Engländer Ian Poulter, der junge Italiener Renato Paratore und der Ryder-Cup-Kapitän 2016, Darren Clarke. Allesamt auf ihre Art Aushängeschilder des Golfsports und gewiss keine alltäglichen Profis.

Audemars Piguet steht für erstklassige Uhrmacherei

Das Sponsoring im Golfsport und die Unterstützung ausgewählter Athleten ist zweifelsohne nur zweitrangig bei Audemars Piguet, steht schließlich die Produktion, der Vetrieb und die Weiterentwicklung der Uhrenmanufaktur im Vordergrund. Dabei geht das Schweizer Traditionsunternehmen mindestens genauso akribisch und bedacht vor, wie bei der Auswahl seiner Athleten und setzt auf erstklassige Qualität und Genauigkeit.

Das Familienunternehmen Audemars Piguet kann auf eine lange Tradition zurückblicken. (Foto: Golf Post)

Das Familienunternehmen Audemars Piguet kann auf eine lange Tradition zurückblicken. (Foto: Golf Post)

Golf Post Redakteur Robin Bulitz durfte sich davon in Le Brassus selbst ein Bild machen und die heiligen Hallen der Audemars Piguet Manufaktur besichtigen und das Herzstück, die Uhren-Werkstatt unter die Lupe nehmen. In dieser werden nicht neue Modelle hergestellt, sondern sie wahren Schätze des Unternehmens gehegt und gepflegt. Bestens ausgebildete Uhrmacher arbeiten hier an teils uralten Modellen und stellen Ersatzteile aus längst vergessenen Zeiten her, um dem Kunden ein Leben lang den bekannten Qualitätsstandard zu bieten.

In den heiligen Hallen von Audemars Piguet arbeiten die besten Uhrmacher der Welt. (Foto: Golf Post)

In den heiligen Hallen von Audemars Piguet arbeiten die besten Uhrmacher der Welt. (Foto: Golf Post)

Dabei wird in diesem Umfeld mit Materialien und Werkzeugen gearbeitet, die teilweise mikroskopisch klein sind und enormes Handwerksgeschick verlangen. Hinter hermetisch abgeriegelten Sicherheitstüren und durch einen Sicherheitsschrank geschützt lagern Ersatzteile und Unikate für die schönsten, besten und ältesten Uhren der Welt. Buch geführt wird noch per Hand und jeder Mitarbeiter weiß bestens Bescheid und ist sich der Tradition mehr als bewusst.

Der "Heilige Gral" von Audemars Piguet befindet sich hinter Stahltüren und hütet die seltensten Ersatzteile der Welt. (Foto: Golf Post)

Der "Heilige Gral" von Audemars Piguet befindet sich hinter Stahltüren und hütet die seltensten Ersatzteile der Welt. (Foto: Golf Post)

Das Team bei Audemars Piguet kann getrost als eingeschworen und besonders bezeichnet werden. Eine Elite, die für eine der sagenumwobensten und ältesten Handwerkskünste der Welt steht und Produkte für die Ewigkeit fertigt. All dies lässt eine Atmosphäre entstehen, die Gänsehaut bereitet und auch unserem Redakteur gehörig Respekt einflößt. Aus dem Staunen nicht mehr hinauskommend, saugen wir demnach alles auf und freuen uns, dass ein solches Unternehmen dem Golfsport wohlgesinnten ist und diesen unterstützt und voran bringt.

Teils mikroskopisch klein und mit Perfektion bis ins letzte Detail wird bei Audemars Piguet gearbeitet. (Foto: Golf Post)

Teils mikroskopisch klein und mit Perfektion bis ins letzte Detail wird bei Audemars Piguet gearbeitet. (Foto: Golf Post)

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Robin Bulitz

Robin Bulitz - Redakteur bei Golf Post

Robin ist im Alter von 22 Jahren aktiv zum Golfsport gekommen und seitdem Feuer und Flamme. Durch seine sportlichen Erfahrungen im Handball und Tennis konnte er sich schnell mit der kleinen, weißen Kugel arrangieren und hat das Single-Handicap inzwischen sicher auf dem Blatt. Ab Februar 2016 zunächst als Werkstudent, mischt Robin seit August im Tagesgeschäft mit und testet besonders das umfangreiche Equipment auf Herz und Nieren.

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