Andalucia Valderrama Masters: Valderrama macht Kaymer das Leben schwer
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Andalucia Valderrama Masters: Valderrama macht Kaymer das Leben schwer

Vor entscheidungsträchtigem Cut beißen sich die Deutschen beim Valderrama Masters die Zähne aus. Ein Albatros trägt Joost Luiten an die Spitze.

Martin Kaymer hat es schwer beim Andalucia Valderrama Masters. (Foto: Getty)
Martin Kaymer hat es schwer beim Andalucia Valderrama Masters. (Foto: Getty)

Der Cut des Andalucia Valderrama Masters ist mehr als nur irgendein Cut. Bei dem letzten offiziellen Turnier der European-Tour-Saison ist er bereits eine Vorentscheidung darüber, wer den Kampf um seine Tourkarte fortsetzen darf und für wen das Rennen vorbei ist. Mit vier deutschen Teilnehmern, die noch eben jenen Kampf ausfechten, hat dieser Cut eine besondere Tragweite für die Präsenz von Schwarz-Rot-Gold im kommenden Jahr.


Martin Kaymer mit beschwichtigendem Finish

Martin Kaymer und Max Kieffer haben ihre Tourkarte schon sicher. Kaymer lieferte in der zweiten Runde zwar keine Glanzleistung ab, ein Birdie-Birdie-Finish machte aber vieles wieder gut und tröstete über die Doppelbogey-Bogey-Kombination aus der ersten Rundenhälfte hinweg. Auf T16 sind seine Aussichten gar nicht so schlecht, denn der Real Club Valderrama erweist sich als ein wahres Biest, dass den wenigsten ermöglicht, mit einer Par-Runde oder besser ins Clubhaus zurückzukehren.


Das zeigt sich auch am Beispiel von Ben Evans. Der Engländer spielte zwei 69er Runden hintereinander, eine Rarität, die ihm den fünften Rang einbrachte, denn seit 2010 war es niemandem mehr gelungen, mit zwei Runden unter 70 Schlägen ins Turnier zu starten. Max Kieffer versuchte auf der Back Nine krampfhaft, seine vier verlorenen Schläge wieder herauszuholen und sich so noch in den Cut zu retten. Das gelang ihm jedoch nicht, obwohl er weitere Schlagverluste vermied.

Kampf um Cut beim Valderrama Masters

Marcel Siem, Florian Fritsch, Bernd Ritthammer und Alexander Knappe können sich ihrer Tourkarte noch nicht hundertprozentig sicher sein. Für Marcel Siem bedeutet seine 77er Runde, in Spanien die Koffer zu packen. Mit insgesamt acht Schlägen über Par schoß er weit am Cut vorbei, der sich bei vier Schlägen über Par einpendelte. Auf dem 96. Platz im Race to Dubai hat Siem aber die komfortabelste Position der Vier, denn es müssten sechs Leute schaffen, ihn noch von den Plätzen der 101 Besten zu vertreiben, die mit einer Tourkarte für ihre Leistungen entlohnt werden.



Ritthammer, Knappe und Fritsch müssen die Hoffnung auch noch nicht ganz aufgeben, denn alle drei sind am Wochenende noch einmal am Start. Bei Fritsch und Knappe war das keineswegs selbstverständlich. Fritsch hatte nach einer 75er Runde zu zittern und Knappe mit dem Schaden zu kämpfen, den seine 74er Auftaktrunde angerichtet hatte. Nur Bernd Ritthammer spielte wie befreit, nachdem er sich am Vortag sechs Schlagverluste auf sieben Löchern eingehandelt hatte. Seine fast fehlerfreie 68er Runde ist bei weitem die beste deutsche Runde des Tages und mit 67 Schlägen lieferte nur der Waliser Jamie Donaldson ein besseres Tagesergebnis ab.

Albatros trägt Luiten an die Spitze

Für den Moment des Tages sorgte allerdings Joost Luiten. Er kämpfte wie seine Mitstreiter gegen den Platz an, als er auf dem Par-5 Loch 11 seinen zweiten Schlag aus 207 Metern mit einem 4er-Eisen zum Albatros einlochte. Dadurch katapultierte sich der Niederländer an die Spitze des Leaderboardes, wo ihn auch Sergio Garcia nicht einholen konnte. Luiten scheint eine ganz besondere Beziehung zu Valderrama zu haben, im vergangenen Jahr ist er bei der Open de Espana auf diesem Platz Zweiter geworden, 2017 geht er als Führender in den Moving Day.

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