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ANA Inspiration: Wer darf beim ersten Major „baden gehen“?

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31. Mrz 2015
Eine besondere Belohnung: Der traditionelle Sieger-Sprung in Poppies Pond bei der ANA Inspiration. (Foto: Getty)
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Die ANA Inspiration ist das erste Damen-Major des Jahres und alle wollen nur eines: Als Siegerin in Poppies Pond springen.

So richtig beginnt das Golfjahr erst, wenn das erste Major vor der Tür steht. Für die besten Golferinnen der Welt ist es diese Woche so weit. Wenngleich sie es sonst tunlichst vermeiden, wollen diese Woche alle baden gehen.

Es gibt unzählige Golf und Country Clubs in den USA, die sich Mission Hills nennen. Doch wenn man im Allgemeinen über Mission Hills spricht, ist meist der Dinah Shore Tournament Course im kalifornischen Rancho Mirage gemeint. Hier wird seit 1983 das erste Major des Jahres ausgetragen. Zur neuen Saison wechselten der Sponsor und damit auch der Name des Turniers. Was vielen Fans bisher als Kraft Nabisco Championship bekannt war, heißt nun ANA Inspiration. Sonst ist aber alles beim Alten geblieben.


Beherzter Sprung ins nasse Glück

Das Turnier findet – als einziges Major der Damen – wie eh und je auf dem Par-72-Kurs statt und die Siegerin wird auch dieses Jahr wieder in Poppies Pond springen – jenen Teich neben dem 18. Grün, in dem sich die frischgebackenen Major-Siegerinnen im Erfolg baden. Was heute beinahe zum guten Ton gehört, begann 1988 als einmalige, spontane Aktion, für die sich keine Nachahmer fanden. So musste die Initiatorin, Amy Alcott, selbst ein zweites Mal in den Teich hüpfen. Der Clou: Beim zweiten Sprung wurde sie von der Namensgeberin des Kurses, der Schauspielerin und Entertainerin Dinah Shore, begleitet.

Die besten Sprünge in Poppies Pond (bis 2008)

Eine fixe Idee wird zur Tradition

Zur Tradition wurde der „Champions Leap“ (zu dt. „Champions Sprung“) erst, als Shore 1994 verstarb und zum ersten Mal eine Andere als Alcott in Gedenken an die Verstorbene in den Teich stieg. Seit Donna Andrews Bad traute sich kaum eine Spielerin mehr, den Sprung zu verweigern. Abgesehen von Pat Hurst natürlich. Die US-Amerikanerin stapfte 1998 langsam und vorsichtig in Poppies Pond – sie konnte nicht schwimmen.

Benannt wurde der Teich übrigens nach Terry „Poppie“ Wilcox, der von 1994 bis 2008 Turnierdirektor des ersten Damen-Majors des Jahres war. Ein Jahr nach seinem Rücktritt schrieb die heutige ANA Inspiration eine weitere, einzigartige Geschichte. Brittany Lincicome gewann als bisher einzige Spielerin ein Major dank eines Eagles am 72. Loch. Auch bei den Herren gelang das noch nie.

ANA-Inspiration-Titelverteidigerin mit 20 Jahren

Vergangenes Jahr bezwang Lexi Thompson die Konkurrenz und den Kurs, der mit einem Inselgrün am 18. Loch, einem Par-5, vor dem imposanten Clubhaus endet. Die damals 19-Jährige sicherte sich bei der ANA Inspiration 2014 (damals noch Kraft Nabisco Championship) ihren ersten Major Titel und wird auch dieses Jahr wieder zum Favoritenkreis zählen. Doch andere, noch jüngere Spielerinnen drängen ebenfalls ins Rampenlicht der mit 2,5 Millionen US-Dollar dotierten Veranstaltung. Allen voran die Weltranglistenerste Lydia Ko (17). Der neuseeländische Teenager hat schon sechs LPGA-Tour-Titel auf dem Konto, jüngst gewann sie die Women’s Australia Open. Doch eine 17-Jährige Major-Siegerin gab es noch nie.

Aussichten auf den ersten deutschen Major-Sieg?

Eine deutsche Majorsiegerin hat es ebenfalls noch nie gegeben. Sandra Gal und Caroline Masson werden bei der ANA Inspiration daran arbeiten, das zu ändern. Masson spielte erstmals 2012 als Amateurin in Rancho Mirage und schaffte prompt den Cut. Seither hat sie ihre Ergebnisse stetig verbessert und wurde vergangenes Jahr geteilte Elfte. Gal fuhr ihr bestes Ergebnis beim ersten Major des Jahres 2011 ein, als sie 15. wurde. Die beiden besten Golferinnen Deutschlands reisen mit ordentlichen Ergebnissen im Gepäck nach Kalifornien. Vielleicht gehen sie diesmal baden. Hoffentlich der Tradition wegen und nicht aufgrund ihrer Scores.

Die Highlights des vergangenen Jahres im Video

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Tobias Hennig

Tobias Hennig - Redakteur

Tobias kam im Sommer 2014, während seines Studiums der Germanistik und Politik, als Werkstudent zu Golf Post. Zunächst machte er sich nur die Theorie des Golfsports zu eigen, nun versucht der vielseitig sportbegeisterte Wahl-Kölner, zum teaminternen Handicap-Durchschnitt aufzuschließen. Seit April 2016 erheitern der Redakteur und seine Hündin Mali die Kollegen täglich.
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