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Golfhosen: Funktionalität bestimmt die Trends der Zukunft

29. Mrz 2016
Nicht nur Alex Cejka schwört auf Hosen von Alberto Golf. (Foto: Alberto)
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Alberto Golf ist bekannt für hochwertige Golfhosen. Wohin die Trends im Golfsport gehen, weiß das Unternehmen genau – allerdings erst seit Alex Cejka.

Was muss eine Golfhose können? Das ist einfach, oder? Zuallererst: Sie muss sitzen. Sie muss sogar ziemlich gut sitzen, wenn sie Situationen wie den Abschlag, Golfball aufteen, übers Fairway und durchs Rough stapfen, Breaks lesen und nach dem gelochten Ball bücken bedingungslos mitmachen soll. Dazu sollte sie elastisch sein. Und trotzdem atmungsaktiv. Sie sollte vor Mücken, Sonne und pieksenden Gräsern schützen und doch sitzen wie eine zweite Haut. Sie sollte wasserresistent sein, aber nur von außen, nicht von innen. Eine Golfhose ist eine Golfhose ist eine Golfhose? Nicht mehr.

Funktionalität bestimmt die Trends der Golfmode

„Das, was man heutzutage anzieht, muss viel mehr können als schnöde bequem sein. Mit meiner Golfhose muss ich golfen, arbeiten und die Kinder zur Schule bringen können“, sagt Anna Walendy, Produktmanagerin bei ALBERTO Golf Woman. Sie hat beim ursprünglich reinen Herrenhosenspezialisten das Damengolfsegment aus der Taufe gehoben und zeichnet sich seither verantwortlich sowohl für modische als auch funktionelle Weiterentwicklungen der Damenkollektionen bei Alberto Golf Woman.


„Dieses Integrierte und Funktionelle eines Kleidungsstücks wird immer mehr zum Trend“, weiß Walendy. „Die Deutschen legen zwar wahnsinnig viel Wert auf gutes Aussehen, aber sie haben auch zunehmend eine technische Erwartungshaltung an ihre Kleidung.“


Die neue Alberto-Golf-Kollektion

Alex Cejka, der Ur-Vater von Alberto Golf

Mit dieser technischen Erwartungshaltung kam auch Golfprofi Alex Cejka einst auf das Unternehmen Alberto zu, als man dort auf Sporthosen oder gar Golf noch kein Auge geworfen hatte und Cejka trotzdem in den Alberto-Herrenhosen seine Lieblingshose zum Golfen gefunden hatte. „Alex rief uns eines Abends an und fragte, ob wir ihn nicht sponsern möchten“, erinnert sich Geschäftsführer Marco Lanowy. „Bei Golfturnieren trug er damals bereits unsere Hosen und wollte nun eine Partnerschaft eingehen.“

Lanowy lehnte ab. Denn Sportsponsoring war zu diesem Zeitpunkt überhaupt kein Thema für Alberto. Neugierig wurden er und Georg Walendy dennoch und boten ihm einen Deal an: Cejka könne die Hosen kostenfrei bekommen, wenn er im Gegenzug Feedback geben würde, wie er sich in den Hosen fühlt. Cejka nahm dankend an und bestellte in den folgenden Monaten über 130 Hosen von Alberto – eine Zahl, die Geschäftsführer Lanowy einige Monate später wieder ans Telefon trieb: „Wenn Du mit den Hosen einen Laden aufmachen willst, sagst Du es mir, oder?“

Dann kam die Geschichte erst richtig ins Rollen: Cejka erklärte, wofür er die Hosen braucht, dass er sie sich immer direkt zu den Turnierorten schicken lässt und dass die Menge aufgrund der vielen Turniertage zustande komme. Lanowys Interesse war geweckt: „Dann sind wir mal zu einem Golfturnier gefahren und haben uns angeschaut, was Cejka da so macht. Und als wir zu gesehen haben, was die Hose beim Golf alles mitmachen muss, haben wir uns gefragt, ob es nicht Sinn machen würde, eine Hose speziell für Golf zu entwickeln.“

Wo kommt der Golfhandschuh hin, wo das Handy?

Seitdem gibt es bei Alberto explizit Golfhosen, bei deren Entwicklung Golfprofis wie Cejka, Moritz Lampert oder Florentyna Parker mitwirken. Auch die Macher der Hosen selbst, die Familie Walendy und Marco Lanowy, sind nun regelmäßig auf Golfplätzen und international unterwegs um auszuprobieren, zu beobachten und mit Spielern zu sprechen.

„Durch den Austausch wissen wir, woran wir weiterarbeiten müssen, was wir verwerfen können und was vielleicht noch gar nicht vorhanden ist und neu erdacht werden muss“, so Anna Walendy. „So haben wir zum Beispiel gesehen, dass vielen Golfspielern permanent das T-Shirt aus der Hose oder der Handschuh aus der Tasche rutschen, also haben wir einen Glove-Stopper eingenäht (Gummiband an der Innenseite der Hosentasche, das ein Herausrutschen des Golfhandschuhs verhindert, Anm. d. Red.). Zurzeit tut sich viel bei Materialien, deshalb sind wir viel auf Stoffmessen unterwegs.“

Neue Materialien und Trends ein Jahr im Voraus erspüren

„Wir schauen auch sehr viel in andere Branchen“, ergänzt Marco Lanowy. „Was verändert sich beim Fußball, beim Running, beim Biken und was kann das für Alberto bedeuten? Inzwischen gibt es wasserabweisende Materialien, die den Träger einen plötzlichen Regenguss trocken überstehen lassen. Früher gab’s kleine Handys, heute große – wo bringt man die unter? Was ist mit den Kopfhörern; trägt man die noch mit Kabel oder bald schon ausschließlich mit Bluetooth-Funktion? Jede Hose ist ein Riesenball an Faktoren.“

Ein Jahr im Voraus müssen die Entwickler denken, denn so lange dauert es, bis eine neu entwickelte Hose in den Läden und Pro-Shops landet. „Unsere nächsten Hosen werden ’sneaker-ready‘ sein; Hosen, die man gut zu Sneakern tragen kann. Denn auch auf dem Golfplatz kommt der Turnschuh-Stil mehr und mehr. Es wird weiter in die Richtung sportlich-gemütlich gehen – aber das muss natürlich erstmal in den Köpfen ankommen.“

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Juliane Bender

Juliane Bender - Leitende Redakteurin bei Golf Post von Juli 2012 bis Februar 2016

Juliane ist Diplom-Sportwissenschaftlerin. Für sie ist das Faszinierende an Golf: Der Sport ist ein guter Lehrmeister, nicht nur, wenn man gerade den Schläger schwingt. Sie finden Juliane Bender auch unter Google+
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