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1, 2 oder 3 Finger – Adam Scotts Putting unter der Lupe

29. Jun 2015
Adam Scott nutzt das AimPoint Express System für die Berechnung seiner Putts (Foto: Getty)
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Sein langes Spiel: perfekt, sein kurzes Spiel: problematisch. Scotts Broomstick-Putter sorgte schon für Gesprächsstoff, jetzt sind es seine Finger.

Wer Adam Scott während des Crowne Plaza Invitationals auf den Grüns beobachtet hat, wird sich zwangsläufig gefragt haben, was die aktuelle Nummer eins der Welt dort praktiziert: Vor jedem Putt schielte Scott an seinen Fingern vorbei auf’s Loch. Meistens ging der Ball danach rein.

Anfangs noch belächelt, stieg das Interesse an der Vorgehensweise des Australiers mit jedem gefallenen Putt. Auf den ersten Blick wirkt die Herangehensweise, mit der Scott versucht die optimale Linie zu finden, sehr befremdlich. Aber natürlich steckt auch hinter dieser Zielpeilung ein System.


AimPoint Express von Mark Sweeney

Mark Sweeney hat diesen Zusammenhang entdeckt und in den letzten Jahren ein System entwickelt, mit dem es möglich ist, anhand konkreter Zahlen über den Break und den Slope den Verlauf des Balls zum Loch zu bestimmen. Mit Hilfe einer Umrechnungstabelle kann somit für jede Ballposition auf dem Grün eine optimale Lösung gefunden werden. Stacy Lewis begann bereits vor drei Jahren diese Überlegungen in ihre Pre-Shot-Routine beim Putten einzubeziehen. Letzten Endes waren die Berechnungen allerdings zu umfangreich, um dauerhaft diese Entscheidungen auf dem Grün treffen zu können.

Aus diesem Grund entwickelte Mark Sweeney die Expressvariante, AimPoint Express. Hierbei wird das Break zum Loch vom Spieler auf einer Skala von 1-10 (1=flach und 10=extremes Break) bewertet und dementsprechend mit den Fingern gezielt: Wenn der Spieler ein Break nach links spürt und es mit einer 2 bewertet (relativ wenig Break), wird zwei Finger rechts vom Loch gezielt.

Adam Scott mit AimPoint in Texas erfolgreich

Am Finaltag lief Adam Scotts Putter mit dieser Vorgehensweise heiß. Auf der regulären Runde lochte er auch einige längere Putts und kämpfte sich so in ein Stechen mit Jason Dufner. Auf der 18, dem ersten Extraloch, verfehlten beide Spieler mit ihren Birdieputts das Ziel. Erst auf der 17. Spielbahn wurde es richtig spannend. Jason Dufner schlug den Ball aus 130 Metern direkt an die Fahne und setzte den Australier somit unter Zugzwang.

Aus guten fünf Metern musste Adam Scott den Ball versenken, da das Birdie für Dufner relativ sicher war. Wieder stellte sich Scott direkt über den Ball und peilte das Ziel an. Er zielte mit zwei Fingern und traf das Loch mittig. Auf dem letzten Loch schlug Scott den besseren Annäherungsschlag und hatte einen Putt aus zweieinhalb Metern zum Sieg. Hier visierte er mit einem Finger rechts vom Loch an und sicherte sich so den Titel beim Crowne Plaza Invitational.

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Jan-Henrik Schwarz

Jan-Henrik Schwarz - Freier Autor für Golf Post

Jan-Henrik ist seit vier Jahren begeisterter Golfer und freut sich als Hamburger die vielen noch unbekannten Golfplätze in Deutschland zu erkunden. Sein aktuelles Handicap liegt bei 11,8. Das Trainingspensum wird allerdings weiter angezogen, um noch einstellig zu werden.
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