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Affront? Ian Poulter sagt Europas Flaggschiff-Turnier ab

04. Mai 2015
Affront gegen seine Heimattour? Mitnichten - die Gründe für Poulters Rückzug sind andere. (Foto: Getty)
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„Usain Bolt läuft auch keinen Marathon“, McIlroy kontert US-Hype um Jordan Spieth, Briten golfen am schnellsten. Die Back Nine.

Die European Tour muss bei ihrem Flaggschiff-Turnier ohne drei klangvolle und zugkräftige Namen auskommen. Ian Poulter, Henrik Stenson und Sergio Garcia zeigen der BMW PGA Championship vom 21. bis 24. Mai in Wentworth die kalte Schulter. Vor allem „Poults“ wird dafür kritisiert; britische Medien warfen dem Engländer mangelnde Loyalität und einen Affront gegen seine Heimattour vor. „Ich habe 13 PGA‘s in Wentworth gespielt, hatte eine Top Ten und acht verpasste Cuts“, konterte Poulter via Twitter: „Würde Usain Bolt bei einem Marathon starten. Wohl kaum. Damit ist alles gesagt.“ Die PGA Championship sei ein großartiges Turnier, „aber meine Statistiken lügen nicht“. Während Poulter also verzichtet, weil er in Wentworth keinen Blumentopf gewinnen kann – eine sehr von Rationalität geprägte Entscheidung –, pausiert Garcia wegen seines Starts bei Rory McIlroys Irish Open in der Woche drauf.

Lee Westwood profitiert von McIlroys Erfolg

Klare Verhältnisse: Mit seinem Triumph beim WGC-Cadillac Match Play hat Rory McIlroy seine Position als Primus der Golfbranche untermauert und eine beeindruckende Antwort auf den Hype um Masters-Champion Jordan Spieth gegeben. Der Nordire feierte nur Stunden vor seinem heutigen 26. Geburtstag den zehnten Sieg auf der PGA Tour und ist damit der dritte Spieler nach Tiger Woods (24 Siege) und Jack Nicklaus (zwölf Siege), der mit 25 bereits eine zweistellige Erfolgsbilanz auf dem US-Circuit vorweist. Allerdings verpasste „Rors“ am Samstag wegen des Marathonduells mit Paul Casey den Mega-Boxkampf zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao in Las Vegas. Nutznießer war Lee Westwood: „Rors“ schenkte dem Engländer, der in der Vorrunde Jordan Spieth rausgeworfen hatte und dann im Achtelfinale an Danny Willett gescheitert war, seine Tickets.

Lydia Ko spielte zugunsten von Nepal

Katastrophenhilfe: Lydia Ko hat ihren Auftritt beim North Texas Shootout auf der LPGA-Tour den Betroffenen des Erdbebens in Nepal gewidmet. Vor dem Turnier kündigte die Weltranglistenerste an, ihr Preisgeld komplett zu spenden. Leider wurde Ko nur 41. und spielte lediglich 6.241 Dollar ein. Aber jeder Cent zählt!

US-Open-Champ Michael Campbell hört auf

Vorruhestand: 2005 vermasselte er Tiger Woods in Pinehurst die damals dritte US Open, jetzt hat Michael Campbell seinen Rückzug vom Profi-Golf bekannt gegeben. Der 46-jährige Neuseeländer konnte nie wieder an den Erfolg von vor zehn Jahren anknüpfen und blieb ein „One Hit Wonder“, zudem permanent von Verletzungen gebeutelt. Die Scheidung von seiner Frau habe nun endgültig den Ausschlag gegeben, „meine Prioritäten neu zu ordnen“, sagte Campbell.

9.882 Golfer wollen zur US Open

Rekord knapp verfehlt: 9.882 Meldungen sind für die Qualifikationsturniere zur US Open beim US-Golfverband USGA eingegangen. Das ist die zweithöchste Zahl nach den 10.127 Nennungen für Pinehurst 2014. Insgesamt 49 Spieler, darunter natürlich Titelverteidiger Martin Kaymer, sind für das Turnier vom 18. bis 21. Mai in Chambers Bay/US-Bundesstaat Washington bereits gesetzt.

Sonneborn golft im EU-Parlament

Es lebe das Klischee! Womit vertreiben sich gelangweilte Politiker die Zeit? Richtig, sie spielen Golf. Sagt auch Martin Sonneborn. Der Satiriker nimmt in seiner Serie „Sonneborn rettet die EU“ den Bürokratie-Irrsinn auf die Schippe und widmet sich diesmal dem regelmäßigen Parlaments-Umzug zwischen Brüssel und Straßburg. Interessant ist die Chip-Technik mit dem linkshändig und rückseitig geführten Putter …

Spieltempo-Sieg für Briten

Heimsieg für GB&I: Der R&A hat per Umfrage zum Thema Slow Play die schnellsten Golfer auf dem Globus ermittelt. Und der „Titel“ bleibt im Land: Nach Auswertung der Antworten von 56.248 Golfern aus 122 Ländern sind die Briten und Iren mit 3:44 Stunden für eine 18-Loch-Runde klar vorne. Den Rest der Welt handelt der R&A quasi kontinental ab. Auf dem europäischen Festland dauert eine Runde im Schnitt 3:56 Stunden, in Nordamerika 3:59 Stunden. Schlusslichter sind Lateinamerika und Australasien mit 4:09 Stunden.

Lochspiel-Meister ermittelt

Match Play, deutsche Ausgabe: Lokalmatadorin Amina Wolf hat sich im Frankfurter Golf Club durch ein 1 Up gegen Titelverteidigerin Leonie Harm (GC St. Leon-Rot) die Deutsche Lochspiel-Meisterschaft gesichert. Bei den Herren gewann Raphael Geißler vom GC St. Leon-Rot mit einem 4&3 über Christopher Carstensen (Hamburger GC).

Trick Shot zu Lasten des Drivers

Und dann war da noch der Trick Shot in Baseball-Manier: Elegante Ausführung und getroffener Ball, allerdings offenbart der Driver anschließend eine eklatante Materialschwäche:

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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