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Adventures in Golf: Auf den Spuren der amerikanischen Ureinwohner

Adventures in Golf besucht den Circling Raven Golf Club des Coeur d'Alene Stammes. Die spannendste Frage: Wie passen Golf und Native Americans zusammen?

06. Dez 2017
Erik Anders Lang besucht in der zweiten Staffel Adventures in Golf den Circling Raven Golf Club des Coeur d'Alene Stammes. (Screenshot: Youtube/Skratch)


Golf und die amerikanischen Ureinwohner - keine Verbindung, die man automatisch zieht. Und doch gibt es im Reservat des Coeur d'Alene Stammes in Idaho einen der schönsten Golfplätze Amerikas. Der Circling Raven Golf Club wurde von Golf Digest drei Jahre in Folge als einer der Top 100 Golfplätze ausgezeichnet. Mehr als genug Gründe für Erik Anders Lang, sich dort mal umzusehen und sich mit den Stammesmitgliedern zu unterhalten.

Geschichte lebendig halten

Das Ziel Quanah Mathesons, Cultural Affairs Director der Coeur d'Alene, ist es, die Geschichte des Stammes lebendig zu halten. Deshalb wurden diejenigen Golfplatzarchitekten abgelehnt, die jede Menge Erde aufschütten wollten und "den Golfplatz nach ihren eigenen Vorstellungen formen" wollten. Stattdessen erhielt Gene Bates den Auftrag, weil er den Platz an das Land anpassen und die ihm gegebenen Bedingungen nutzen wollte. Dafür wurden ihm 620 Acres Land, ungefähr 2,5 Quadratkilometer zur Verfügung gestellt - laut Lang sechs Mal so viel, wie der durchschnittliche Golfplatz an Fläche hat. Auf diesem Raum verteilte Bates seine 18 Löcher und kreierte einen 6,6 Kilometer langen Golfkurs.

Weshalb eigentlich "Circling Raven"?

Das Reservat und auch der Golfplatz befinden sich auf dem Heimatland der Coeur d'Alene Ureinwohner. Auf dieser Erde wandelten schon die Ahnen der heutigen Stammesmitglieder. Darunter auch der Ur-Ur-Ur-Großvater von Paulette Jordan, Abgeordnete des Reservats. Ihr Vorfahre war einer der größten Propheten des Stammes und um sein Vermächtnis weiterzutragen, erhielt der Golfplatz seinen Namen - Circling Raven. So erhielt der Platz eine direkte Verbindung zur Vergangenheit des Stammes.

Aber eine Frage brennt Lang besonders auf der Zunge: Wie passen amerikanische Ureinwohner und Golf zusammen? Jordan sagte ihm, das sei gar nicht so weit voneinander entfernt. Das Spiel käme aus Schottland von den dortigen "Ureinwohnern", nur eben getrennt durch den Atlantik. "Der Golfplatz zeigt die Beharrlichkeit und die Unverwüstlichkeit unseres Volkes. Wir nehmen eine Annehmlichkeit und machen sie zu einem Teil unserer Kultur", erklärt sie.

Lang beendet das Abenteuer auf jeden Fall beeindruckt von den Menschen und dem unfassbar schönen Golfplatz, den er kennen gelernt hat.

Adventures in Golf

Die Skratch-Serie "Adventures in Golf" erzählt inzwischen bereits in der zweiten Staffel die ungewöhnlichsten Golfgeschichten - die unkonventionellsten Arten des Golfspielens, die interessantesten Plätze und die spannendsten Menschen und Projekte in der Golfbranche weltweit - Erik Anders Lang trägt sie alle zusammen.

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Alexandra Caspers

Alexandra Caspers - Freie Autorin bei Golf Post

Als sich ihre Familie und ihr Bekanntenkreis nach und nach mit Golffieber infizierte, gab es für Alexandra auf lange Sicht kein Entkommen. Jetzt taucht sie neben ihrem Germanistik-Studium selbst in die Welt des Golfsports ein.

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