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Käufer gefunden: Adidas trennt sich von TaylorMade

Seit langem will Adidas TaylorMade loswerden. Nun hat der Sportartikelriese einen Käufer gefunden, muss aber Verluste hinnehmen.

Adidas sagt
Adidas sagt "ade" zu seiner Golfequipmentsparte TaylorMade. (Foto: Getty)

Der Sportartikelkonzern Adidas verkauft seine Golfequipmentsparte an die New Yorker Investmentgesellschaft KPS Capital Partners (KPS). Das gaben beide Unternehmen am Mittwoch bekannt. Der Kaufreis liegt laut einer gemeinsamen Pressemitteilung bei 425 Millionen US Dollar. Die Hälfte davon werde bar fällig.

Der Handel soll im Laufe des Jahres endgültig abgeschlossen werden. Lediglich die Golfbekleidungssparte Adidas Golf wird Teil des Mutterkonzern bleiben, Golfequipment werden die Herzogenauracher nicht mehr anbieten. Laut Handelsblatt verkauft Adidas TaylorMade sowie die beiden anderen Töchter Adams und Ashworth für 100 Millionen unter Buchwert.

TaylorMade angelt sich die Weltelite

Rory McIlroys neue Eisen von TaylorMade. (Foto: Getty)

Rory McIlroys neue Eisen von TaylorMade. (Foto: Getty)

Erst am Dienstag hatte TaylorMade die Verpflichtung des Weltranglistenzweiten Rory McIlroy bekanntgegeben, für dessen Unterschrift in verschiedenen Medien 100 Millionen US Dollar kolportiert werden. Der Nordire ist neben dem Weltranglistenführenden Dustin Johnson, Masters-Sieger Sergio Garcia und dem Titelverteidiger der Players Championship Jason Day einer von zahlreichen Weltklassegolfern, die bei TaylorMade unter Vertrag stehen.

„Im Rahmen unserer langfristigen Strategie ‚Creating the New‘, erklärte Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender der Adidas AG, den Verkauf, "liegt unser Fokus ganz klar auf unseren Kernkompetenzen in den Bereichen Schuhe und Bekleidung und auf unseren zwei wichtigsten Marken, Adidas und Reebok.“ David Shapiro, Managing Partner bei KPS, sagte, man freue sich auf die Zusammenarbeit mit "allen Mitarbeitern der Kultmarke" TaylorMade. Deren CEO, David Abeles, freut sich derweil auf "die nächste Phase des Wachstums" an der Seite des neuen Partners KPS.



Das Ende war lange besiegelt

Zum Verkauf stehen die Marken TaylorMade und deren Töchter Adams und Ashworth seit fast genau zwölf Monaten. Golfequipment war seit längerem ein Verlustgeschäft für Adidas. Im ersten Quartal machte der Umsatz dieses Unternehmensteils nur noch fünf Prozent des Gesamtkonzerns aus. Der Verkauf von TaylorMade war bereits vor dem Amtsantritt Rorsteds beschlossen worden. Der Däne ist erst seit Oktober 2016 im Amt. Bereits im Mai hatte der Adidas-Vorstand verkündet, "konkrete Verhandlungen mit interessierten Parteien aufzunehmen".

Der neue Eigentümer von TaylorMade, KPS Capital Partners, verwaltet Unternehmensanteile in verschiedenen Branchen. Laut Firmenangaben verfügt die Investmentgesellschaft über Vermögenswerte von insgesamt 5,3 Milliarden Dollar. In 24 Ländern arbeiten demnach rund 40.000 Menschen in Firmen der Gruppe.

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2 LESER-KOMMENTARE Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Acushnet verkauft? Demnach gehörte Titleist zu Adidas? Wohl eher Ashworth, oder irre ich mich?

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    • Tobias Hennig

      Hi,
      Sie irren nicht! Da hat sich zu später Stunde ein Fehler eingeschlichen. Wir bitten, dies zu entschuldigen. Mittlerweile ist der Fehler korrigiert. Natürlich gehört Titleist zu Acushnet und Ashworth ist Teil von TaylorMade.
      Danke für Ihren freundlichen Hinweis.
      Tobias Hennig (Team Golf Post)

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