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Marcel Siem überzeugt bei Abu Dhabi Golf Championship

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16. Jan 2014
Was für ein Auftakt! Marcel Siem, Martin Kaymer und Maximilian Kieffer zeigen in Abu Dhabi, dass 2014 mit ihnen zu rechnen ist. (Foto: Getty)
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Aus deutscher Sicht ein toller erster Tag bei der Abu Dhabi Golf Championship: Marcel Siem auf T11, Martin Kaymer T19, Max Kieffer T35!

Marcel Siem zeigt von Beginn an, wohin es in diesem Jahr gehen soll. Bei der Abu Dhabi Golf Championship am persischen Golf platzierte sich der 33-Jährige mit einer sauberen Vorstellung bei -3 in der Spitzengruppe. Martin Kaymer, der dreimalige Sieger der Abu Dhabi Golf Championship spielte auf dem Par-72-Kurs eine solide erste Runde und kam mit zwei unter Par ins Clubhaus. Etwas später folgte Maximilian Kieffer auf nicht minder erfolgreichen Pfaden. Ein gelungener erster Tag für die deutschen Pros.

Marcel Siem mischt ganz oben mit

Als einer der letzten ging Marcel Siem ins Rennen um die 2,7 Millionen US-Dollar, und erst relativ spät nahm er Fahrt auf. Aber dafür dann richtig. Der 33-Jährige, der seit Beginn des Jahres mit Wilson-Schlägern unterwegs ist, zeigte in seinem ersten Durchgang, dass ihm das neue Material gut zu liegen scheint. Schon in seinem ersten Turnier in Südafrika belegte Siem einen respektablen 15. Platz, und auch in Abu Dhabi ging es für den Deutschen mit zwei unter Par nach drei gespielten Löchern los wie die Feuerwehr. Ein Bogey und ein Doublebogey hoben den Score allerdings bis zum neunten Loch auf +1. Doch dann drehte der Mettmanner auf.


Die ersten sechs Löcher der Back Nine spielte Siem vier unter Par und war plötzlich nur noch zwei Schläge von der Spitze entfernt. Leider konnte er den Schwung nicht ganz aufrecht erhalten, an der 16 rettete er noch das Par, an der 17 war das Bogey nicht mehr abzuwenden. Aber die 18 ist ja nochmal ein Par 5, und die langen Löcher kommen dem Longhitter bekanntlich entgegen. Marcel Siem glich den Schlagverlust umgehend aus, beendete die Runde mit Birdie und wird mit zwei Schlägen Rückstand auf die Führung in den zweiten Tag starten. Klasse Leistung des 33-Jährigen.

Fast wie bei den US Open

Um 7.30 Uhr Ortszeit startete Deutschlands Golfer Nummer eins vom 10. Loch des Abu Dhabi GC in das Golfjahr 2014. Nach vier Pars zu Beginn unterlief dem 29-Jährigen an Loch 14 sein erstes Bogey. Doch der kürzlich zum Mercedes-Benz-Markenbotschafter ernannte Mettmanner konterte stark. Auf den verbleibenen vier Löchern seiner ersten Rundenhälfte spielte Kaymer drei Birdies und konnte sogar noch zwei weitere drauf legen, um nach 13 Löchern das Feld anzuführen. Leider nicht für lange. An Loch 5 schlug Kaymer seinen Drive ins Buschwerk, konnte nur ins Rough raushacken und ließ den dritten Schlag ebenfalls im tiefen Gras. Ein Chip und zwei Putts später stand das Doublebogey auf der Scorekarte und die Führung war passé.

Am letzten Loch hielt er dann die Runde gut beisammen, nachdem sein Drive weit abseits der Spielbahn landete, der zweite Schlag im Sand lag und der Par-Putt gute drei Meter hinter sich lassen musste, bis er ins Loch viel. Nach der Runde sprach Kaymer mit den Kollegen von Sky über den gestiegenen Schwierigkeitsgrad des Platzes. Besonders das Rough mache den Spielern das Leben schwer. „Das Rough ist fast so lang wie bei den US Open. Verpasst man das Fairway, ist ein Bogey wahrscheinlich.“ Insgesamt gelang dem Deutschen mit -2 und dem geteilten 19. Rang jedoch ein solider Start.

Max Kieffer kommt gut in die Abu Dhabi Golf Championship

Und auch Maximilian Kieffer konnte den durchweg positiven Eindruck der deutschen Pros bestätigen. Vor dem Turnier war er noch mit Marcel Siem und Martin Kaymer in den Proberunden unterwegs und versprach sich von deren Erfahrung zu profitieren. Und die Tipps scheinen geholfen zu haben. Der 23-Jährige, der 2014 seine zweite European-Tour-Saison spielen wird, blieb über die 18 Löcher des Abu Dhabi GC mit fünf Birdies und vier Bogeys einen Schlag unter Par und platzierte sich somit auf dem geteilten 35. Platz im oberen Drittel des Leaderboards. Kein Wunder, dass Kieffer sich nach der Runde gelassen gab: “Mit meiner heutigen Runde bin ich auf jeden Fall zufrieden. Nach einer so langen Pause weiß man nie so genau, wo man steht, von daher hat alles gepasst. Die Drives müssen noch etwas besser werden, sonst war alles schon ganz gut.”

Die Stars der Szene straucheln

Die großen Namen des Golfsports blieben am ersten Tag der Abu Dhabi Golf Championship größtenteils blass. Phil Mickelson etwa, der Open-Champion von 2013, kam über eine 73 nicht hinaus. Bemerkenswert an seiner Runde war, dass der fünffache Major-Sieger kein einziges Birdie spielen konnte und am letzten Loch des Tages das eine Bogey hinnehmen musste, der Rest gelang in Par. Ebenfalls weit unter seinen Möglichkeiten spielte Henrik Stenson. Der Rekordgolfer von 2013, dem noch vor einigen Wochen alles zu gelingen schien, erwischte einen schwarzen Tag und kam bei +2 auf dem geteilten 82. Platz ins Clubhaus. Nicht ganz so dramatisch erging es Luke Donald, der sich auf seiner ersten Rundehälfte fehlerfrei auf vier unter Par spielte, mit drei Bogeys auf dem Rückweg ins Clubhaus aber vieles wieder herschenkte. Das Birdie auf der 18 vermied den größten Schaden.

Rory McIlroy hingegen unterstreicht seine steigende Form. Bogeyfrei und mit jeweils einem Birdie auf Front- und Back Nine belegt der leidgeplagte Nordire, wie Martin Kaymer, den geteilten 19. Rang. Ein Ausrufezeichen gelang dem amtierenden Ryder-Cup-Captain Paul McGinley. Der 47-Jährige lieferte eine starke Leistung ab und verpasste auf der 18 nur ganz knapp sein sechstes Birdie, das ihm die geteilte Führung gebracht hätte. So liegt er bei -4 in unmittelbarer Schlagdistanz, und es sind ja immerhin noch drei Tage zu gehen. Ganz oben befinden sich nach dem ersten Durchgang der Spanier Rafael Cabrera-Bello, Romain Wattel aus Frankreich und der Engländer Matthew Baldwin bei -5.

Hier geht´s zum Leaderboard.


Abu Dhabi HSBC Golf Championship 2014

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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4 LESER-KOMMENTARE

Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Wie war das noch gleich zum Setup der diesjährigen US Open ?

    Es gibt kein Rough – das ist ja mal eine geniale Ausrede von Herrn Kaymer. 😉

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  2. Ulrich Schröder

    im offiziellen score steht bei Marcel Siem allerdings eine -3.
    Loch Nummer 9 wurde auf Doppel Bogey geändert.
    Wie kann das nachträglich sein?

    Antworten

    • Oliver Felden

      Vielen Dank für den aufmerksamen Kommentar. Auch wir waren verwundert über die nachträgliche Änderung des Scores, denkbar wäre, dass sich die Offiziellen direkt am Platz vertan haben oder dass sich Marcel Siem einen Strafschlag notiert hat, der von den Übersendern der Scores unbemerkt blieb. Sobald wir mehr wissen, teilen wir es Dir mit.

      Antworten

      • Ulrich Schröder

        Danke für Euer update. Ihr lagt ja mit Eurer Vermutung ja ganz richtig.
        Das so etwas aber vorkommt ist für mich schon verwunderlich.
        Und dann erst Stunden später aufgeklärt wird. Ich mein da war ja kein Strafschlag dabei oder ähnliches. Dann musste der Spieler erst das Ganze aufklären. :-)

        Liebe Grüße

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