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Scottish Open: Alexander Knappe an der Spitze

Alex Knappe beweist Biss und geht als einer der Führenden ins Wochenende, während einige seiner Landsmänner die Segel streichen müssen.

Scottish Open 2017 Ergebnisse Tag 2 Alexander Knappe
Alexander Knappe geht mit Siegchancen ins Wochenende in Schottland. (Foto: Getty)

Als einer der Spitzenreiter startet Alexander Knappe nach einer hervorragenden zweiten Runde in den Moving Day der Scottish Open. Der Deutsche teilt sich bei neun Schlägen unter Par die Führung mit dem dreifachen Majorsieger Padraig Harrington und dem Engländer Callum Shinkwin und zählt damit zu den heißen Kandidaten auf einen der letzten British-Open-Startplätze, die beim vierten Rolex-Series-Event der Saison vergeben werden.

Auch Bernd Ritthammer, Maximilian Kieffer sowie der Österreicher Bernd Wiesberger schafften es ins Wochenende, während mit Martin Kaymer, Florian Fritsch, Sebastian Heisele und Marcel Siem der Rest der deutschen Riege am Cut scheiterte.

Alexander Knappe mischt vorne mit

Dank seiner stellaren Front Nine gelang Alex Knappe eine der bis dato niedrigsten Runden des Turniers. Der 28-Jährige startete seine Runde an Tee 10 und ließ bis zum ersten Birdie nicht viel Zeit vergehen. Auf diesen ersten Schlaggewinn an der 12 folgte ein Eagle, darauf drei weitere Birdies. Auch die beiden Bogeys auf der Back Nine konnten den deutschen Profi nicht entmutigen, er bewies Nerven und entgegnete auf die verlorenen Schläge drei Birdies. Das dritte von ihnen machte dieser finale Putt perfekt:

Bequem machen sollte es sich Knappe an der Spitze allerdings nicht, die Konkurrenz nämlich ist nicht zu unterschätzen. So wird ihm nicht nur Harrington das Leben schwer zu machen versuchen, auch die Ryder-Cup-Größe Ian Poulter und der US-Star Rickie Fowler sitzen ihm innerhalb der Top 6 im Nacken und haben solcherlei Schläge im Gepäck:

Den Schlag des Tages allerdings erzielte David Horsey mit seinem (leider nicht auf Video dokumentierten) Hole-in-One an der 11, das den Engländer in Reichweite der Top 10 brachte.

Bernd Ritthammer macht den Sprung in die Top 20

Zwar konnte Bernd Ritthammers Leistung nicht an die von Alexander Knappe heranreichen, für einen respektablen Sprung im Tableau und eine vielversprechende Platzierung für das Wochenende reichte sie allerdings aus. Vom geteilten 54. Platz aus war der 30-Jährige, der bei seinen letzten vier Turnieren den Cut verpasst hatte, in die zweite Runde gestartet. Und während sich am Vortag Birdies und Bogeys noch die Waage gehalten hatten, überwogen nun die Schlaggewinne: Sechs an der Zahl, unterbrochen von drei Bogeys, bescherten ihm eine 69 auf der Scorekarte und mit insgesamt drei Schlägen unter Par den geteilten 20. Platz, mit dem er offenbar vorerst sehr zufrieden ist:

Max Kieffer rettet sich ins Wochenende

Auf den letzten Metern kämpfte sich hingegen Maximilian Kieffer ins Wochenende. Der Düsseldorfer lag dank dreier Bogeys und einem Doppelbogey, denen auch seine drei Birdies nicht den entscheidenden Ausgleich entgegenzubringen vermochten, nach 16 Löchern bei einem Schlag über Par, zwei Schläge von der Cutlinie entfernt. Dann allerdings beschloss er die Runde mit zwei Birdies an den beiden letzten Löchern - und sicherte sich somit auf T45 haarscharf das Ticket in den Moving Day.

In den vergangenen vier Wochen hatte der Rheinländer abwechselnd den Cut verpasst (wenngleich in München erst den zweiten) oder das jeweilige Event in den Top 20 abgeschlossen - will er diesem Schema nach seinem verpassten Cut in Irland weiter treu bleiben, wird er in den kommenden beiden Runden noch Plätze gutmachen müssen.

Auch der Österreicher Bernd Wiesberger erspielte sich trotz seines schwachen 73er Auftakts die Chance, den Rest des Turniers für sich zu nutzen. Dank einer starken Front Nine, die er nach anfänglichem Bogey an der 2 mit zwei Birdies und einem Eagle verzierte, und einer grundsoliden Back Nine ganz nach Platzvorgabe, positionierte er sich bei zwei Schlägen unter Par auf T31 und schickt sich an, seine Strähne der konstanten Ergebnisse in den Top 30 zu verlängern.


Martin Kaymer und Florian Fritsch zittern sich ins Aus

Martin Kaymer und Florian Fritsch bangten, landeten mit ihrem Ergebnis von even Par mal über und mal unter der Cutlinie. Letztendlich schlug die Nadel an der Waage aber in die falsche Richtung aus - die Konkurrenz war zu stark, Kaymer und Fritsch verpassten knapp den Cut. Dabei hatten sie beide eine konstante Vorstellung geliefert: Martin Kaymer hatte, von Tee 10 aus gestartet, seine Front Nine mit zwei Birdies beendet, ein weiteres war auf der Back Nine gefallen, ebenso ein vereinzeltes Bogey.

Ähnlich solide war Fritschs Performance geartet. Auch er startete an der 10, spielte seine ersten neun Löcher Par und setzte drei Birdies und zwei Bogeys hinterher. Für ihn ist die verpasste Chance auf das Preisgeld besonders ärgerlich, geben ihm doch die hoch dotierten Rolex-Series-Events die Möglichkeit, trotz seiner Flugangst das nötige "Kleingeld" zu sammeln, um sich im Race to Dubai vorteilhaft zu positionieren.

Aus für Marcel Siem und Sebastian Heisele

Für Marcel Siem und Sebastian Heisele war dagegen bereits nach ihren Runden klar gewesen, dass sie den Cut vermutlich nicht überstehen würden. Während Siem allerdings recht knapp mit einer Parrunde ausschied und mit einem Schlag über Par unter anderem neben Rory McIlroy bei einem Schlag über Par landete, notierte Heisele dank seiner Runde noch einen Schlag mehr und verfehlte das Wochenende damit um ganze drei Schläge.

Die bei weitem unglücklichste Runde allerdings notierte der Amerikaner David Lipsky. Mit einer 89 schoss sich der 29-Jährige, der in dieser Saison schon einige Top-10-Platzierung errang, auf 22 Schläge über Par und damit ans Ende des Feldes.

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Jacqueline Sauer
Jacqueline Sauer - Freie Autorin für Golf Post

Jacqueline mischt bei den redaktionsinterenen Tippspielen ganz vorne mit. Kein Wunder: Die großen und kleinen Namen des Golfs hat sie ständig im Auge, damit der nächste Tipp stets ein sicherer Treffer wird.

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