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3Bays: Produkttest – Schlaganalyse mit dem iPhone

30. Nov 2013
So funktionieren die 3Bays GSA: Aufsatz anbringen, mit der App verbinden und loslegen. (Foto: 3Bays)
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Golf Post testete für Euch das angeblich „weltweit leichteste Gerät zur Analyse“. Mit dem iPhone Trainingsdaten erheben.

Das Schlaganalyse-Gerät „3Bays GSA“  verspricht seinen Kunden beim Kauf des 10 Gramm leichten, kabellosen Steckers ein „angenehmes und effizientes Training in Echtzeit“. Für das Putttraining bietet 3Bays das Produkt „GSA Putt“ an. Für volle Schwünge auf der Range oder dem Platz kann „GSA Pro“ verwendet werden.

So funktioniert’s: Die App auf den iPod, Android, das iPhone oder das iPad herunterladen, Bluetooth-Verbindung mit dem GSA Putt oder Pro einrichten, das GSA-Gerät in das Loch am Ende des Griffes platzieren und losschlagen.


Effizientes Putt-Training

Viele Golfer, die kein regelmäßiges Video- oder Analysetraining auf dem Grün gewohnt sind, werden mit Sicherheit erschrecken, wenn sie nach der sekundenschnellen Datenübertragung das Ergebnis ihrer Puttbewegung zu Gesicht bekommen. „Mit Hilfe eines ausgefeilten Algorithmus und Sensoren über 9 Achsen“ wird die Schwungbahn des Schlägerkopfes genau erfasst und selbst wenn das Schlägerblatt nur um 0,1 Grad geöffnet ist, werden die Ergebnisse in der App akkurat angezeigt.

Durch weitere Daten wie Tempo, Angriffswinkel und Zeit des Rück- und Durchschwungs wird ein sehr präzises Feedback des jeweiligen Putts gegeben. Besonders trainingswirksam sind die Angaben der Wiederholbarkeitsrate, die mithilfe der abgespeicherten Putts ermittelt wird. Außerdem gibt es ein Feature, das den Vergleich mit dem Putt eines Tour Pros zulässt.


3Bays Schwung und Puttanalyse

Schnelle Schlaganalyse

Mit dem GSA Pro ist es möglich eine Schwunganalyse in kürzester Zeit auf dem iPhone oder Tablet zu sehen. Neben einer graphischen Darstellung der Schwungebene im Verlauf des Schlages werden Daten wie z.B. Schlägerkopf Geschwindigkeit, Rhythmus des Rück- und Durchschwungs, Kraftübertragung im Treffmoment, Ballgeschwindigkeit und Stellung des Schlägerblattes angezeigt.

Auch in dieser App gibt es die Option alle Schwünge abzuspeichern und die besten davon auszuwählen, oder sich mit dem Schwung eines Pros (Vorder- und Seitenansicht) zu vergleichen.

Fazit:

Die GSA Produkte von 3 Bays bereichern das eigene Training. Während des Trainings entwickelte ich den Ehrgeiz erst das Training beenden zu dürfen, wenn ein paar Putts mit wirklich nahezu optimaler Schlagflächenausrichtung den Ball getroffen haben und die Schwungbahn auch halbwegs vernünftig aussah. Zudem habe ich, um die Analyseeigenschaften des Systems einem Härtetest zu unterziehen, absichtlich ein paar kuriose Bewegungen und Tempi eingebaut. Auch diese wurden genauestens ausgewertet und für mein Empfinden richtig in der Wiederhol-Funktion abgespielt.

Somit bleibt zu sagen, dass das „3Bays GSA Putt und Pro“ eine gute Ergänzung zum Training mit dem Heim-Pro ist und das Spiel deutlich verbessern kann. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie sich der Schwung anfühlt und im Gegensatz dazu, tatsächlich aussieht.

Julian Didszun

Julian Didszun - Freier Autor für Golf Post

Julian ist im Golfsport groß geworden. Im Alter von sieben Jahren nahm er den Golfschläger zum ersten Mal in die Hand und ließ ihn seither nicht mehr los. Er durchlief als Kaderspieler alle Altersklassen des Golfverbands Niedersachsen/Bremen und wurde zweimal für den Jugendländerpokal nominiert. Aktuell liegt sein Hcp. bei -3 und sein Heimatverein ist der Osnabrücker GC.

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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. Habe kürzlich ausführlich mehrere Tage GSA Putt testen können. Hinsichtlich der Genauigkeit der Messung muss man wissen, dass diese davon abhängig ist, wie exakt das Gerät auf auf den Schlägergriff aufgesteckt wird. Wird das Gerät nur minimal verdreht aufgesteckt, wird bei der Messung die Schlagfläche als geschlossen oder geöffnet angezeigt – auch wenn man den Putter neutral ausrichtet! Da man das Gerät nur anhand einer groben weißen Markierung mit dem Schlägergriff ausrichtet, kann man sich fragen, wie genau ist die Übereinstimmung, auch wenn die beiden Striche übereinanderstehen. Ähnlich bei der Schlagflächenneigung: Die Ausgangsposition (=Bereitschaftsanzeige durch blinken der blauen LED) wird als neutral gesetzt, auch wenn ich faktisch die Hände vor dem Schlägerkopf habe und die Schlagfläche geneigt ist. So kann es sein, dass ein Ball als getroffen im Abschwung oder Aufschwung angezeigt wird, obwohl es faktisch nicht so war. Für mich erwies sich deshalb die Messung als konstruktionsbedingt zu ungenau – das Gerät mißt eben nicht die Schlagflächenposition (anders als das Sam Puttlab), sondern zeigt die Stellung des Sensors, der auf den Schlägergriff aufgesetzt wird, an. Schließlich: Die Anzeige der Diagrammauswertungen haben mit zwei getesten Android-Geräten nicht funktioniert, wenn zeitgleich ein „best stroke“ definiert war; die App stürtzte dann regelmäßig ab – im Internet finden sich mehrere ähnliche Berichte von Android-Usern. Mein persönliches Fazit: Auf den ersten Blick nett anzusehen, insgesamt aber zu ungenau und eher nur Spielzeug.

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