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Aktiver Woods beim Ryder Cup: Für Thomas Björn zusätzliche Motivation

Eröffnungsfeier in Paris steht, Mickelson nimmt Kontinental-Duell ins Visier, Lehrstunde mit Tiger und Thomas. Die Back Nine.

Tiger Wods (re.) und Thomas Björn beim Ryder Cup 2016. (Foto: Getty)
Tiger Wods (re.) und Thomas Björn beim Ryder Cup 2016. (Foto: Getty)

Viele fürchten die Tiger-Mania beim Ryder Cup und eine einschüchternde Wirkung auf die europäische Riege mit ihren zahlreichen Rookies – nicht so Thomas Björn. Der dänische Kapitän ist eher begeistert, dass Woods auf US-Seite nun doch als Spieler beim Kontinental-Duell in Paris mitmischt. „Für ein derart herausragendes Event braucht es große Persönlichkeiten und bedeutende Profile“, sagte Björn in einem Interview mit „Associated Press“: „Tiger Woods fügt dem Spiel so viel Großartigkeit hinzu; ich finde es toll, dass er dabei ist.“ Das US-Team reist an, um erstmals seit 1993 wieder auswärts zu gewinnen; aber für Europas Skipper ist die scheinbare Favoritenstellung von Jim Furyks Mannschaft mit 31 Majorsiegen gegenüber sieben auf europäischer Seite eher zusätzliche Motivation denn Anlass zu Besorgnis. „Damit muss Jim fertig werden“, schmunzelte Björn. „Auch mit dem, was Tiger so mitbringt. Ich konzentriere mich auf unsere Zwölf und auf das, was sie tun.“

Kaiser Chiefs spielen zum Auftakt in Paris

Star-Aufgebot: Das Programm für die Eröffnungsfeier des 42. Ryder Cup in Paris am Donnerstag, 27. September, steht. Als Moderator der einstündige Zeremonie ab 17 Uhr fungiert die französische Fußball-Legende David Ginola (51), anschließend geben die britische Rockband Kaiser Chiefs und die französische Pop-Sängerin Jain in der eigens für diesen Zweck errichteten Arena auf dem Gelände von Le Golf National ein insgesamt 90-minütiges Konzert. Es werden rund 40.000 Zuschauer erwartet.

Mickelson gibt den Scharfschützen

Bisschen daneben: Phil Mickelson polarisiert mal wieder. Diesmal nicht mit einer eigenwilligen Regelinterpretation wie bei der US Open von Shinnecock Hills, sondern mit einem durchaus diskutablen Twitter-Video, auf dem er sich beim Scharfschützen-Training zeigt und das als Vorbereitung auf den Ryder Cup Ende September in Paris bezeichnet. Ganz abgesehen von der martialischen Konnotation dieser Form von Mentaltraining werfen Kritiker „Lefty“ wenig Feingefühl im Hinblick auf die terroristischen Geschehnisse der jüngsten Vergangenheit in Paris vor.

Für den Golfer, der alles kann: Der „Twirl“

Perfektes Finish: Für Golfer, die schon jeden Schlag beherrschen, haben Tiger Woods und Justin Thomas noch eine finale Lektion – den „Twirl“, bei dem der Schläger nach vollbrachtem Schwung und für gut befundenem Ball rotierend durch die Hände nach unten rutscht.



Sang-Moon Bae sichert sich Tour-Karte

Comeback: Sang-Moon Bae bleibt „erstklassig“. Der koreanische Golfer, dessen Karriere durch den Wehrdienst in seiner Heimat für zwei Jahre unterbrochen wurde, hat im Rahmen der Web.com-Tour-Finals die Boise Open in Idaho gewonnen und sich damit seine Mitgliedschaft auf der PGA Tour für die kommende Saison so gut wie gesichert. Bae führt vor dem Finalturnier in Atlantic Beach/Florida die Geldrangliste der Web.com-Tour an. Der 32-Jährige war nach Ableistung seines Militärdienstes vergangenen Herbst auf die Tour zurückgekehrt, schaffte in 17 Starts aber nur fünf Cuts und plagte sich zudem mit einer Handgelenksverletzung herum. Im FedEx Cup reichte es so nur zu Rang 202.

„Schlag-fertiger“ Corey Pavin

Gekonnt: Alter schützt vor „Schlag-Fertigkeit“ nicht. In diesem Video der PGA Tour Champions zeigt Corey Pavin, US-Open-Sieger von 1995 und Amerikas Ryder-Cup-Kapitän von Celtic Manor/Wales 2010, bei der Allianz Championship magische Hände mit umgekehrtem Schlägerblatt. Sehen und staunen Sie:

Erstmals 100 Pros über 270 Meter

Neue Munition für die Längendebatte: Die PGA Tour hat eine Statistik veröffentlicht, derzufolge mittlerweile über 100 Professionals in der Lage sind, den Ball weiter als 270 Meter zu schlagen. Lag die durchschnittliche Schlagweite 2002 noch bei 255,88 Metern, so beträgt sie in dieser Saison 270, 66 Meter. Das ist Wasser auf die Mühlen all jener, die eine Längenbeschränkung fordern, beispielsweise durch eine Veränderung des Balls.

Kettensägen-Attacke auf dem Golfplatz

Wie aus dem Horrorfilm: In Schottlands Hauptstadt Glasgow steht derzeit der 45-jährige Joe Henry Brown wegen zahlreicher Vergehen und zehn Anklagepunkten vor Gericht. Dem als gemeingefährlich geltenden Mann wird unter anderem versuchter Mord vorgeworfen, nachdem er im Mai im Caird Park Golf Club in Dundee zwei Golfer mit einer Kettensäge und einem Elektroschocker attackiert und schwer verletzt hatte. Brown war zuvor wegen anderer Delikte, unter anderem Drogen- und Schusswaffenbesitz verhaftet, aber gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt worden.

Für die Wies‘n auf der Wiese

Zum Schluss: Weil bald Oktoberfest ist, soll die Maß auch auf dem Platz nicht fehlen. Als Wies‘n auf der Wiese sozusagen. Die Brauerei Michelob hat das passenden Bag für den golfenden Bierliebhaber entwickelt. O‘zapft is!

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