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104 Runden auf den Golfplätzen der Nation – Obamas Golf Counter

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06. Nov 2012
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Einigen Amerikanern ist Obamas Golfhobby ein Dorn im Auge. Im Internet wird offen gegen die Ausflüge des Präsidenten gehetzt.

„We will not rest until….“ – die Lautsprecher an, hört man auf ObamaGolfCounter.com zahlreiche Zitate aus Reden und Interviews des amtierenden US-Präsidenten, die alle mit den Worten „Ich werde nicht ruhen, bis….“ beginnen.


Zeitgleich tickert ein Zähler hoch bis zur Zahl 104 – die soll anklagen, wie viele Runden der Präsident bis zum 5. August gespielt haben soll, zwölf Ausflüge mit Golfbag seit der letzten Sitzung des Arbeitsausschusses am 17. Januar 2012 inklusive. Und der User wird eingeladen, doch einfach etwas nach unten zu scrollen und jede einzelne Golfrunde von Barack Obama seit Amtsantritt aufgelistet zu finden, versehen mit der Zahl in Afghanistan getöteten Soldaten während der Tage zwischen den Freizeitaktivitäten.

Das Zünglein an der Waage der Unentschlossenen?

„Ich werde nicht ruhen…“ bis zur Klärung großer politischer und gesellschaftlicher Probleme, verspricht der US-Präsident – und geht dann golfen! 104 Mal zwischen April 2009 und August 2012! „Na und?“ fragt man sich achselzuckend. Im US-Wahlkampf ist eine so skurrile Website quasi normal – wenn es um den Kampf um jede einzelne Stimme geht, dann lassen die Strategen der konkurrierenden Lager nichts aus, womit man den Gegenkandidaten in einem schlechten Licht dastehen lassen kann.

Was bei ObamaGolfCounter.com anders ist als beim Großteil solcher perfekt choreographierten Angriffe von scheinbar „unabhängiger“ Quelle: Die Seite und auch der dazugehörende gleichnamige Facebook-Account sind wirklich handgemacht von einer Privatperson:

Joel Anthony Munn aus Michigan, der sich neben der Golfrundenzähl-Website auch noch mit einem Blog namens CrushLibtards.com als Stimmungsmacher gegen den amtierenden Präsidenten profilierten möchte. Doch ObamaGolfCounter.com ist vergleichsweise erfolglos. 492 Facebook-Fans erfreuen sich am Coverbild brennender Häuser nach der Tsunami-Katastrophe in Japan und der Headline „While Japan Burned…Obama Golfed“.

„Es ist ein bisschen schäbig, aber es macht Spaß“

Die letzten Kommentare auf seiner Website verfasste er selbst bereits im Juni. Und Munn verlinkt relativ kreativlos auf andere konservative Wahlkampf-Kampagnen; vom Video mit dem Heißlufthandtrockner („Press Button for Hot Air from President Obama“) bis zu den klassischen Motto-Shirts. Scheinbar hat er zudem seine Seite nie korrekturgelesen. Nur ein Beispiel: „Outing“, der umgangssprachliche Ausdruck für Ausflug oder Spritztour, schreibt er bei einer seiner anklagenden Rechnungen – wir erinnern uns an die Golfrunden seit dem Arbeitsausschuss-Treffen – einmal richtig und einmal „Outting“. Kleine Rechtschreibfehler, die kein gutes Licht auf den ohnehin fraglichen Inhalt der Seite werfen.

Andere Foren erfreuen sich dieser Erscheinung trotzdem: „It is a bit tacky, but it‘s fun“ („Es ist ein bisschen schäbig, aber es macht Spaß“). Und eines ist klar: Gründer Joel Anthony Munn hat seine Wahl getroffen. ObamaGolfCounter.com ist offenbar sein Weg, auch andere dazu zu animieren.

Maria Pinzger

Maria Pinzger - Freie Autorin für Golf Post

Freie Autorin und Golferin aus München. Zum Golfen kam Maria Pinzger ausgerechnet durch ihre Hunde. Eine Runde mit den Vierbeinern im Lieblings-Hotel am Chiemsee zu verbinden war Anlass für die Platzreife 2011 und die Mitgliedschaft beim GC Gut Ising. Perfekt klappt das Zusammenspiel schon beim kurzen Spiel, der Driver ist allgemein noch nicht so gerne gesehen.

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4 LESER-KOMMENTARE

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  2. Juliane Bender

    Hallo Katharina,
    danke für Dein Feedback. Du hast Recht, Rechtschreibfehler im Text sind sehr nervig. In Turnierberichten passieren solche Flüchtigkeitsfehler jedoch trotzdem manchmal, da sie schnell online gehen müssen. Bitte sieh‘ uns das nach; wir werden in Zukunft vermehrt darauf Acht geben, dass die Rechtschreibung bei allen Texten korrekt ist.
    Viele Grüße, Juliane

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  3. Si tacuisses philosophus mansisses! Statt sich über einen Schreibfehler auf der Website des Herrn Munn zu mokieren, hätte die „Autorin“ besser ihren eigenen Text gründlich Korrektur gelesen: sechster Absatz, „ObamaGoldCounter.com“. Nicht nur der US-Amerikaner mag das „im Wahlkampf nun mal gar nicht“, auch den deutschen Leser stören diese und andere Rechtschreibschwächen wie zuletzt „Abendteuer“ oder „gesäht“ (Turnierberichte aus China) in Ihrem gut gemeinten und doch von journalistischem Anspruch geleiteten und von „Redakteuren“ gestalteten Auftritt erheblich.

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